Mal was ganz Persönliches – Einige Worte über meinen Glauben

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Mein Liebster sagt immer, Glauben ist „eine ganz persönliche Sache“ – und da hat er Recht. Oft habe ich den Eindruck, es ist in unserer Gesellschaft weniger tabuisiert, über Sex zu reden als über den Glauben, wobei das sicher immer vom konkreten Umfeld abhängt.

Ich jedenfalls glaube an Gott. So einfach ist das. Ein sehr guter Schüler aus meinem Neigungsfach Gemeinschaftskunde kann das immer gar nicht glauben, dass eine so aufgeklärte, intellektuelle Frau wie ich an Gott glaubt und auch noch offen dazu steht. Aber so ist es. Ich argumentiere dann immer, dass es genauso vernünftig ist, an Gott zu glauben, wie es nicht zu tun. Der Naturwissenschaftler Einstein, der mit gewissen Recht als „aufgeklärt“ gelten darf, sah zum Beispiel in den Gesetzen des Universums gerade eine Bestätigung für Gott!

Was soll ich sagen? Ich glaube einfach an Gott. Im meiner Jugend war ich mehr bei den Agnostikern, denn Zweifeln ist als Jugendlicher normal. Aber im Laufe meines Lebens habe ich die Gegenwart Gottes erfahren, so schwülstig das jetzt klingen mag: Ich habe gespürt, dass da jemand ist, der mich begleitet. Oder, wie Margot Käßmann mal gesagt hat: „Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.“ Das empfinde ich als ungeheuer tröstlich.

I can not sleep 🌕🐺

(Quelle: abenteuerastronomie)

Was soll ich sagen, seit Nächten wache ich wieder mal immer so um Drei oder Vier auf und bin dann hellwach, wirklich hellwach. Keine Grübelspirale oder so, sondern ready to rock my day. Und das mache ich dann meistens auch: Ich beginne einfach meinen Tag, frühstücke, mache Qi Gong und/oder ein bisschen Haushalt, blogge, schreibe Tagebuch oder lese. Das habe ich von meiner Mutter gelernt, die grämt sich nicht, wenn sie nicht mehr einschlafen kann, sondern schreibt Gedichte oder Erzählungen.

Oft bin ich dann nach zwei, drei Stunden wieder rechtschaffen müde und in den Ferien oder am Wochenende lege ich mich dann einfach nochmal hin. In der Schulzeit trinke ich noch einen Kaffee und gehe los. Meist mache ich dann nach der Arbeit, selbst wenn die mal bis Fünf geht, ein Nickerchen.

Ich bin froh, dass ich mit diesen vermutlich wechseljahresbedingten Schlafstörungen so locker umgehen kann. Aber ich sage mir immer, ich schlafe ja! Als ich depressiv war, lag ich oft nächtelang von 22 Uhr bis zum Weckerklingeln wach, grübelte und konnte nicht schlafen. Gar nicht. Zero. Niente. Nada. Da ist das jetzt zum Glück ne ganz andere Nummer. Auch wenn ich mir bei Vollmond manchmal wie ein Werwolf vorkomme… Auch in anderen – vollmondfreien – Phasen habe ich diese vollkommene Wachheit am sehr frühen Morgen. In anderen Nächten wiederum wache ich oft nur kurz auf, trinke einen Tee und schlafe wieder ein. Selbst ich heule nicht immer den Mond an…

Das gehört wohl dazu – die Lebensmitte als zweite Pubertät

(Quelle: pixabay)

Was soll ich sagen: Manchmal fühle ich mich jetzt wie in der zweiten Pubertät. Zum Glück sind meine Kinder gerade in der ersten und verstehen mich deshalb gut.

Zwischen Höhenflug und Tal der Verzweiflung, Lachkrampf und Heulanfall liegen oft nur wenige Momente. Man/frau ist eben einfach dünnhäutiger.

Gleichzeitig erlebt man alles viel intensiver, wodurch das Leben nicht mehr so an einem vorbeirauscht, sondern man plötzlich den Eindruck hat: Hey, da passiert ja richtig was! Da geht’s ja voll ab! Und genau so ist es auch.

Eine anstrengende, aber auch wundervolle Zeit.

Schade eigentlich…

(Quelle: pixabay)

Ich habe manchmal den Eindruck, meine Mitmenschen mögen mich lieber, wenn es mir schlecht geht als wenn es mir gut geht. Lieber schwach als stark. Das ist sehr schade, denn ich mag mich lieber, wenn es mir gut geht…

Aber vielleicht geht es einfach zu vielen Menschen in meinem Umfeld schlecht und dann können sie mich nicht so gut verkraften, wenn ich glücklich wirke. Das verstehe ich. Obwohl ich ihnen gerne was von meiner guten Laune abgebe. Und einige von ihnen geben mir offenbar gerne was von ihrer schlechten Laune ab…

Als Folge davon versuche ich in letzter Zeit oft, mich zurückzuhalten, mich zu dämpfen, meine Kraft zu zähmen. Ich bin nicht mehr so frei wie früher. Auch, weil ich mich schützen will, da ich manchmal blöde Kommentare ernte, die mich teilweise verletzen. Und natürlich will ich umgekehrt niemand vor den Kopf stoßen. Ich verschließe mich insgesamt ein wenig mehr als früher.

Außer bei meinen Lieben, da bin ich einfach, wie ich mich fühle, und sie dürfen es auch sein. Gott sei Dank!

Ferien – Zeit für leichte Lektüre

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Ferienzeit ist für mich oft die Zeit für leichte Lektüre, gerne heiter, gerne humoristisch, gerne über Frauen in der Krise, die sie selbstverständlich meistern.

Gerne auch Krimis, aber die nicht zu blutrünstig bitte.

Ach ja, und auf keinen Fall irgendwelche Lektüre, die einem wirklich nahegeht. Muss zur Zeit eh wegen jedem Mist heulen.

Will mich entspannen, die Synapsen mal locker und die Seele baumeln lassen.

Von der Macht der Energien – Beitrag zur Blogparade „Mystik“ von wicca secret (robinioblog)

(www. mickeymouse.de)

Alles fing damit an, dass mein Exfreund meinte, ich sei eine „Hexe“. Er war ein ziemlich spiritueller Typ und fühlte sich von mir verführt, in Bann gezogen, überwältigt. Und es faszinierte ihn einerseits und machte ihm andererseits Angst.

Da dachte ich erstmals darüber nach, was die Macht meiner Energien und Gedanken bewegen kann. Es war nämlich so, dass ich eigentlich gar nicht sein Typ war, es mir aber gelungen war, ihn zu „verzaubern“ zu „verhexen“, was auch immer… Zum Beispiel visualisierte ich Situationen, die dann auch eintraten usw.

Und wie das bei Zauberei so ist, verflog die Wirkungskraft der Magie irgendwann und er „wachte auf wie aus einem Traum“ (Originalzitat) und hatte das Gefühl, sich „befreien“ zu müssen und machte Schluss.

Die Macht von Energien spüre ich freilich schon länger, zum Beispiel habe ich früher in Fachkonferenzen meines einen Unterrichtsfachs immer Kopfweh bekommen, weil die unterdrückten Konflikte zwischen manchen Kollegen die Luft buchstäblich vergifteten und mir die Luft zum Atmen raubten.

Mein Exmann wurde für mich am Ende unserer Beziehung zum Dementor à la Harry Potter, der alle Lebensenergie aus mir raussaugte.

Und ich selbst strahle in fitten Zeiten eine solche Vitalität und Kraft aus, dass andere mitunter abgeschreckt werden können, wie mir immer wieder gesagt wird…

Mit andere Worten Energien von Menschen, ob positiv oder negativ, sind reale Kräfte, die reale Auswirkungen haben.

Meine drei Wörter: mutig, weltoffen, wachsam (letzteres hat mitfühlend knapp geschlagen)

https://robinioblog.wordpress.com/2019/04/18/blogparade-mystik/