Meine kleinen Weisheiten (26)

„Die drei schlimmsten menschlichen Eigenschaften sind für mich Dummheit, mangelnde Sensibilität und Humorlosigkeit. In Kombination machen sie praktisch jede Kommunikation aussichtslos. Wenn eines der drei nicht vorhanden ist, besteht Hoffnung: Man kann am Verstand, der Empathie oder dem Humor ansetzen.“

(Wechselweib, 25. Mai 2019)

Heute beginnt der Rest deines Lebens ☀️

… von Udo Jürgens ist eines meiner Lieblingslieder. In den letzten Jahren und gerade auch jetzt wieder fühle ich die Wahrheit dieses Liedes ganz stark.

Wir haben eine Verantwortung, aus unserem Leben das beste zu machen, den Mund aufzumachen bei Ungerechtigkeit, für unsere Überzeugungen einzustehen und auch, unser Leben zu genießen.

Ich bin dran. Und es fühlt sich sehr gut und richtig an und gibt mir eine große Kraft.

Klarheit schaffen

nor

… Das ist zur Zeit mein Thema. Beruflich und privat bin ich in den letzten Wochen in meiner Metamorphose in Riesenschritten weitergegangen und nun muss ich mich ans Aufräumen machen: die alten Häute müssen weg.

Symbolisch und konkret. Ich habe das tiefe Bedürfnis, dieses Wochenende aufzuräumen, auszumisten und zu putzen. Ich freue mich richtig. Ich will, dass meine neue innere Klarheit sich in meiner Umgebung widerspiegelt.

Alles wird gut

nor

… Davon bin ich inzwischen wieder überzeugt. Ich hatte heute ein Gespräch mit der Schulleiterin, da manche Kollegen ein Kind in der Rekonvaleszenz leider wie einen Schulschwänzer behandeln. Jemand mit stressbedingter Magenschleimhautentzündung nach tagelangem Fehlen gleich einen Mathetest mitschreiben zu lassen, obwohl ich einen Tag vorher in einer Mail noch um Schonung gebeten habe… Dazu fällt mir nix mehr ein. Aber wer weiß, wie Kinderseelen bei uns noch verletzt werden…

Ich will nicht, dass an unserer Schule Kinder so unempathisch behandelt werden. Und die Schulleitung zum Glück auch nicht. Wir haben uns heute gegenseitig versichert, jetzt und in Zukunft alles dafür zu tun, dass Empathie und Menschlichkeit an unserer Schule bestimmend sind und die Kollegen, die anders handeln, nicht tonangebend werden.

Mentale Kraft

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Sie ist wieder da, in voller Stärke. Je älter ich werde und je mehr ich überstanden habe, umso stärker wird sie. Eine mentale Kraft, die mir Ruhe und Souveränität verleiht, die Fähigkeit, den Überblick und einen kühlen Kopf zu bewahren, mit klaren Worten für das einzutreten, was mir wichtig ist. Oft die Rechte von Schülern. Diesmal die Interessen meiner Tochter.

Es ist mein erwachsenes souveränes Ich, was sich hier zeigt. Nicht das verängstigte oder alberne Kind, oder die kämpferische und hochemotionale Pubertierende. Alle diese drei Anteile habe ich in mir. In Krisensituationen will sich das Kind totstellen, die Kämpferin alles platt machen und die Souveräne beschützt das Kind und hält die Kämpferin in Zaum, weiß aber um ihre Kraft. Erwachsen und ruhig aufzutreten ist ein sehr erhebendes Gefühl. Vor allem, weil ich weiß, ich habe die Kämpferin im Rücken und will die Schwachen beschützen. Mein inneres Kind. Meine Schüler. Meine Tochter.