Was ist Glück? – Gedanken über etwas, was alle haben wollen

Ja, ich bin glücklich. Ich kann das einfach so sagen, weil es stimmt. Inzwischen. 

Ich weiß aber, dass viele Menschen auf der Suche nach dem Glück sind oder von sich sagen, dass sie unglücklich sind. 

In meinem Alter, mit Mitte 40, ist man angeblich am unglücklichsten. Ich kann für mich sagen, dass das nicht stimmt, meine zehn mageren Jahre, im biblischen Sinne, habe ich vor drei Jahren hinter mir gelassen.

Wenn ich mich im Nachhinein frage, warum ich damals so unglücklich war, habe ich vielfältige Antworten:

… Wenig Schlaf durch kleine Kinder und Stress im Job und in Ehe (Schlafentzug ist bekanntlich eine Foltermethode)

… Unklarheit, was ich eigentlich will (lieber ganz zu Hause bleiben, lieber mehr Arbeiten, Scheidung usw. usw.)

… Unsicherheit, ob ich eine gute Mutter bin. 

… Zweifel, ob ich attraktiv bin.

… Hadern damit, aufs Land umgezogen zu sein. 

An extremen Tagen habe ich gerne mal alles in Frage gestellt: meinen Job, meine Mutterschaft, meine Ehe, meinen Wohnort. Ich habe mich buchstäblich in mir selbst nicht mehr zu Hause gefühlt. 

Inzwischen hat sich der Nebel geklärt und ich bin glücklich, weil ich weiß, was ich will, und mich wieder „als Regisseur in meinem eigenen Film“ (geniales Zitat aus einem Film mit Achim Rhode) sehe. Ich habe mich  entschieden:

… Ich liebe meinen Job, weil mir die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen großen Spaß bringt.

… Ich bin vermutlich keine „normale“ Mutter, aber ich gebe mein Bestes und meine Kinder finden mich „cool“ (wahlweise auch „crazy“ oder „gechillt“)

… Ich habe mich nach langem inneren Kampf  von meinem ersten Mann getrennt und habe erfahren, dass ich – überraschend für ihn und mich – auch allein super klarkomme.

… Ich weiß jetzt, dass ich attraktiv bin und gut ankomme beim anderen Geschlecht. (Klingt sehr eitel, aber freut mich einfach und bin ja auch  schon wieder in festen Händen… Den Satz, dass eine Frau über 40 eher Opfer eines terroristischen Anschlags wird, als einen Mann findet, kann ich jedenfalls – auch für meinen Freundeskreis – nicht bestätigen.)

… Ach ja, und das Leben auf dem Land ist auch cool, man muss – wie immer – nur die richtigen Leute kennen. 

Kurzum: Ja, ich bin glücklich. (Was nicht heißt, dass ich ab und zu nicht Kummer habe, mich aufrege oder schlapp bin.)

Ob ich irgendwelche Tipps habe? Eigentlich nur einen: Überlegt euch, was ihr vom Leben wollt und macht es! Es stimmt nicht, dass „nichts Besseres“ nachkommt. Darum horcht in euch hinein und fragt euch, was ihr wollt. Es lohnt sich!

3 Kommentare zu „Was ist Glück? – Gedanken über etwas, was alle haben wollen

  1. Guten Morgen, ich kann alles unterstreichen….ich glaube unser Leben hat viele Parallelen. Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens (weiß jetzt gerade nicht wer das gesagt hat) aber so ist es. Und womit will ich mein Leben verbringen ?Irgendwann müssen wir wach werden und Entscheidungen treffen, dann steht dem Glück nichts mehr im Wege. Tete

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