Über die Tröstlichkeit der kleinen Dinge

Was mich, wenn ich down bin, aufrechterhält, sind nicht die großen Sachen, sondern die kleinen Dinge. Es gab Zeiten, da gab es nur diese kleinen Dinge und dank dieser habe ich überlebt.

dav

Erst jetzt wird mir klar, dass ich dadurch eine sehr nützliche Notfallapotheke angesammelt habe, die ich jederzeit zum Einsatz bringen und mit der ich mir natürlich auch jeden normalen Tag verschönern kann. Weil ich immer noch sehr vergrippt bin, greife ich gerade voll in diesen Fundus, dass ich nicht zu sehr verzage. 

Dinge, die mir – und vielleicht auch anderen – immer helfen (das heißt, es geht einem danach nicht unbedingt gut, aber auf jeden Fall besser):

… Ein gutes Buch lesen (am besten, nicht lachen(!), eines, das man schon kennt, und von dem man weiß, es wird einen trösten oder ablenken) 

… Einen lustigen Film gucken oder wenigstens einen, bei dem man so richtig schön mitheulen kann (auch hier, um Überraschungen zu vermeiden, am besten einen, den man schon kennt)

… Gute-Laune-Musik hören oder eher Melancholisches (je nach Bedürfnis) 

… Im Wald spazieren gehen (die Luft einatmen, die Bäume und Tiere wahrnehmen, die Geräusche, den Duft, die Farben)

… Joggen, Qi Gong oder Yoga machen oder einfach zu Musik im Wohnzimmer tanzen (wenn man fit genug ist) 

… Ein Bad mit tollen Duft nehmen, eine Gesichtsmaske machen, eine Vanillekörpercreme nehmen (sich mit anderen Worten körperlich umsorgen)

… Eine Klatsch-, Mode- oder Lifestyle-Zeitschrift kaufen (lenkt schön ab) 

… Etwas Süßes essen (mit Genuss und ohne Reue, langsam und nur eine Sache)

Wenn andere erreichbar sind (was ja nicht immer der Fall ist):

…Mit einer lieben Freundin oder einem lieben Freund chatten, telefonieren oder, besser noch, sich treffen 

… Mit den Kindern, dem Partner oder wer immer greifbar und bereit ist, Quatsch machen 

… Eine Runde Skat spielen (für mich die beste Ablenkung überhaupt!) 

Was ich eher nicht tun sollte:

… Meine Mom anrufen (macht sich nur Sorgen und man fühlt sich hinterher noch schlechter)

… Nachrichten oder einen Krimi gucken

… Berge von Klamotten oder Kosmetikkram einkaufen 

… Alkohol zur Betäubung nutzen  

… Sich besinnungslos mit Essen aller Art vollstopfen

(Das weiß ich deshalb so genau, weil ich es hinterher fast immer bereut habe. ) 

Ich mache es mir jetzt mal mit einem Buch gemütlich…

Bis dann!

13 Kommentare zu „Über die Tröstlichkeit der kleinen Dinge

  1. Mach das! Es ist toll, wenn man so ein Sammelsurium an persönlicher Apotheke im Lauf der Jahre angesammelt hat und sie bei Bedarf nutzen kann. Weiter so… 👍🏼 und gute Besserung 💫 ( in dem Tempo, das dir lieb ist und mit der Zeit, die du brauchst, bevor du wieder da raus gehst… 😉 )

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  2. Diese Dinge kenne ich nur zu gute und sie helfen… :-)…. wuensche Dir auch gute Besserung. Ich brauche auch immer wieder Auszeiten u. wenn ich sie nicht einhalte, bestraft mich mein Körper mit grippigen Infekten oder Rueckenschmerzen :-(… daran muss ich auch noch arbeiten…

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  3. Schöne Machsachen!
    Mutter nicht anrufen. Gut. Meine sagte beim Anruf stets als erstes: Du rufst mich aber auch gar nicht mal an (vorwurfsvoller Jaulton).
    Jetzt geht anrufen nicht mehr! -Als sie noch lebte, hatte ich mir ihre Haltung bei einem direkten Gespräch in freundlichem Ton verbeten; danach ging es viel besser…

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