Wenn…

Wenn du schon so oft verletzt wurdest, hast du große Angst, dass es noch einmal passiert. 

Und dann baust du eine Mauer um dich herum und schaust vorsichtig hinter ihr hervor. 

Fasst schließlich Vertrauen zu jemand, der dir vertrauenswĂŒrdig erscheint. 

Baust die Mauer StĂŒck fĂŒr StĂŒck ab und gehst kleine Schritte auf ihn zu. 

FĂŒhlst dich irgendwann sicher, bis eine Bemerkung kommt oder zwei oder drei. 

Und dann weißt du nicht, ob es ein Fehler war, die Mauer abzubauen, aber du weißt, wenn du noch mal verletzt wirst, wird es ewig dauern, bis es heilt, bis du es wieder versuchst.

Du weißt nicht mal, ob du ĂŒberempfindlich bist oder einfach nicht selbstbewusst genug. 

Du weißt auch nicht, ob du es ansprechen kannst. 

Darum machst du nichts und wartest und hoffst auf die Kraft der Liebe.

Von der du weißt, dass sie wĂ€chst mit der Zeit. Bisher war es in dieser Beziehung so. 

Vielleicht bist du auch einfach dumm…

13 Kommentare zu „Wenn…

  1. Vergiss die Mauer. Sie wird Dich nicht schĂŒtzen. Sie wird Dich höchstens einsperren. Einsperren in den Glauben, das sie Dich schĂŒtzt, indem Du Dich vor anderen verschließt.
    Aber können wir wirklich alleine sein? Wollen wir wirklich alleine sein?
    Wahrer Mut ist Vertrauen. Vertrauen in das Unbekannte. Vertrauen in den Unbekannten. Vertrauen in das Schicksal, das es am Ende doch gut ist – auch wenn wir es nicht verstehen oder auch nur vorhersehen können.
    Wir haben keine wirkliche Alternative. Die einzige Alternative ist, das wir uns den Schmerz selber zufĂŒgen, der sonst womöglich von anderen kommen wĂŒrde. Nun gut, der Vorteil der Selbstverletzung ist: Wir haben die Kontrolle darĂŒber – zumindest glauben wir das.
    Aber was macht es fĂŒr einen Unterschied?
    Versuche zu lieben und zu achten. Das manch andere aufgegeben haben, ist nicht unbedingt ein Vorbild.
    Zeige Deine Verletzlichkeit. Der, der sie sucht findet sie sowieso. Und der, der Dich liebt oder zumindest respektiert, wird versuchen, Dir zu helfen – in der Art, die er kann.
    Versuche Deiner Angst mit Mut und Vertrauen in das Leben zu begegnen. Angst ist immer berechtigt, aber sie ist immer auch NUR ein Hinweis auf eine MÖGLICHE Gefahr.

    Sollte es irgendwann doch nicht mehr gehen, so wirst Du es wissen. Und dann ist immer noch Zeit zum Handeln.

    Ich wĂŒnsche Dir alle Kraft, die Du brauchst, um wieder den Glauben an Dich selbst zu finden. (Schließlich wĂ€rst Du die einzige, die berechtigt wĂ€re, an Dir zu zweifeln – und nicht all die anderen, die nur versuchen, von sich selbst abzulenken…)
    đŸ€đŸ’šđŸ€—

    GefÀllt 4 Personen

  2. Vielleicht bist du auch einfach dumm

    Definiere „Dummheit“ 😉

    Wenn ich mich öffne, bin ich verwundbar.
    Werde ich getroffen, darf ich das ansprechen.
    Oder auch schreien, wenn`s weh tut.

    Vertrauen … soll erworben werden.
    Andererseits
    keine Offenheit ohne einen Vertrauensvorschuss.

    Sei herzlich gegrĂŒĂŸt.

    GefÀllt 1 Person

  3. Eigentlich haben die obigen Kommentare schon alles angesprochen, was diesbezĂŒglich wichtig ist.
    Ich denke eine Bemerkung oder zwei kann man mal wegstecken oder auch der eigenen Verletzlichkeit oder zu wenig Selbstvertrauen zuschreiben, aber dann wĂ€r es bestimmt gut die Sache anzusprechen. Manches verpufft auf diese Weise ganz schnell wieder, weil das GegenĂŒber ausrĂ€umen oder Kontext herstellen kann, der verstehen hilft wie es wirklich gemeint war. Denn wer Verletzungen in sich trĂ€gt, fĂŒhlt sich schnell am gleichen Ort verletzt, obwohl es diesmal vielleicht einen anderen Ursprung oder Zusammenhang hat. Ansprechen hilft lösen. Reinfressen kann zu SchĂ€den an der Beziehung fĂŒhren und tut einem selbst nicht gut.
    Alles Liebe…

    GefÀllt 1 Person

  4. Dein neuerer Eintrag in Verbindung mit diesem lĂ€sst mich vermuten, dass dein GefĂŒhl richtig war? Oder muss man diese nicht im Zusammenhang sehen? Es ist schwer, sich von vergangenen Verletzungen nicht völlig beeinflussen zu lassen, aber es ist auch nicht verkehrt, daraus zu lernen und vorsichtiger zu sein. Wie fast ĂŒberall ist es wohl der Mittelweg, der zum Ziel fĂŒhrt. Und der ist meistens am schwierigsten auszumachen.

    GefÀllt 1 Person

    1. Nein, der letzte Eintrag bezieht sich auf Kollegen, von denen ich dachte, sie seien Freunde. Haben Dinge an die Schulleitung weitererzÀhlt und auch noch falsch.
      Mit meinem Mann ist alles gut. Die Liebe trĂ€gt. ♄ Er findet mich toll, aber die alten Verletzungen aus der Vergangenheit, fĂŒr die er nichts kann, sind noch nicht verheilt, weshalb ich sehr empfindlich bin. Ich muss erst noch lernen, dass er mich wirklich toll findet, kann das manchmal nicht ganz glauben. ✹✹✹

      GefÀllt mir

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