Meine Weihnachten im Wandel der letzten Jahre – ein Rückblick

dav

Weihnachten 1999

Mein damaliger Mann und ich feiern zu sechst mit unseren Eltern. (Wir sind beide leider Einzelkinder). Es ist ein lustiger Abend und alle, denen ich das hinterher erzähle, beneiden mich, dass meine Eltern uns so gut verstehen.

Weihnachten 2004

Unser Sohn ist geboren und wir feiern zu dritt in unserem eigenen Haus. Ich bin überglücklich.

Weihnachten 2005

Dank einer totalen Überforderung nach vorheriger Selbstüberschätzung meinerseits habe ich gleich wieder angefangen zu arbeiten, da es kein noch kein Elterngeld gibt, und darauf folgt die Überforderung meines Mannes und seiner und meiner Eltern (eigentlich war nur das Baby gut drauf, zum Glück bei alledem). Nun ist die Familie zerstritten und meine Eltern haben Hausverbot. Und wir feiern einmal zu Haus, einmal bei den Eltern meines Mannes und einmal bei meinen ohne ihn.

Weihnachten 2009

Dank der Geburt unserer Tochter hat sich die Familie wieder berappelt und wir feiern Heiligabend bei uns mit allen Großeltern.

2011

Wieder Lebenskrise meinerseits (von der sich langsam herauskristallisiert, dass es wohl eher eine Ehekrise ist). Wieder getrenntes Feiern und Heiligabend wird zunehmend der Tag, an dem ich an Scheidung denke.

Weihnachten 2015

Ich habe mich getraut und bin in den Sommerferien ausgezogen. Ich feiere angeschlagen, aber glücklich allein mit meiner Tochter und zwei Tage später mit meinem Sohn bei meinen Eltern.

Weihnachten 2018 (heute)

Ich feiere Heiligabend mit meinem neuen Mann und meiner Tochter. Am 1. Weihnachtstag kommt mein Sohn und am 2. meine Eltern, die sich super mit meinem Schatz verstehen und ihn bei dieser Gelegenheit erstmals treffen. Es ist ein sehr lustiger Abend.

Ich bin überglücklich und muss feststellen, es waren bewegte Jahre und ich bin sehr stolz, dass ich sie einigermaßen heil (wer ist schon vollkommen heil in meinem Alter?!) überstanden habe und dass meine Kinder trotz alledem glückliche und wohlgeratene Menschen geworden sind.

9 Kommentare zu „Meine Weihnachten im Wandel der letzten Jahre – ein Rückblick

  1. So Zeitsprünge … es freut mich für dich, dass es Dir heute vergleichsweise gut geht.

    Meine Eltern haben heute keinen Kontakt zu ihrem Enkelkind, meinem Sohn. Seht zu, wie ihr eure Kinder groß kriegt … sprach`s, oder Wir sind noch zu jung, um Großeltern zu sein …. Mein Sohn hat nicht einmal bei ihnen übernachtet. Geld gaben sie, Heute wissen sie, dass man nicht alles kaufen kann.

    Und ich? Schaue, dass sie nicht verwahrlosen. Es ist keine Liebe. Davon stünde auch nichts im vierten Gebot, meinte neulich jemand zu mir. Recht hat er …

    Danke für deine Offenheit und weiterhin alles Gute !

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank!
      Ich finde ja, mir geht’s nicht vergleichsweise gut, sondern echt erste Sahne. Toller neuer Mann, tolle Kinder, tolle Eltern, toller Job, tolle Freunde. ✨✨✨
      Die Blessuren meines Lebens trage ich stolz wie andere ihre Kriegsverletzungen, denn sie zeigen, ich habe überlebt, und ich bin saustolz auf mich, dass ich den Mut hatte, mich zu trennen. ✨✨✨
      Grolle nicht, manche Dinge muss man nehmen, wie sie sind…
      Sei gedrückt! 😘

      Gefällt 2 Personen

  2. Weihnachten ist oft Symbol des Sprichwortes von Krise und Chance in Familien. Ich habe auch etliche Schritte mit meiner Familie an Weihnachten vollzogen, das auch noch mein Geburtstag ist – unter anderem das Kennenlernen zwischen meinem Freund und meiner Familie. Das fand dann natürlich bei mir vor Ort statt. Immerhin konnte ich dort bestimmen, WER ich bin. Das ging im Elternhaus nur bedingt – und in der Mitte meiner 20er war das für mich eine Katastrophe. Daher war es wichtig für mich, meine Weihnachten selbst in die Hand zu nehmen – wie Du es auch getan hast.

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