OMG, Hilfe, FamilienkrachđŸ’„

Tja, so viel zum Thema souverĂ€n bleiben. 😂 Hatte gerade Riesenkrach mit meiner Mutter.

Bin halt der altmodischen Ansicht, dass ich mich in meinem eigenen Heim nicht herumkommandieren oder beleidigen lassen muss.

Kam wieder rein wie die Diva und erteilte Befehle. Eigentlich waren sie da, um ausgemistete Sachen meiner Tochter mitzunehmen, die leider nicht da war, sonst wĂ€re das Ganze nicht so eskaliert. Mein Vater lud die Sachen ins Auto, bis ich feststellte, dass er nur den aussortierten MĂŒll vom Balkon entsorgte. Dann beschimpfte sie uns beide, wir wĂ€ren blöd, worauf wir uns wehrten, dann meinte sie, wir wĂ€ren beide unbeherrscht und dann platzte mir der Kragen und ich erklĂ€rte ihr, dass ich keine Lust mehr hĂ€tte auf ihre Vorhaltungen.

Das Ganze endete schließlich damit, dass ich undankbar sei, als Kind geprĂŒgelt hĂ€tte werden sollen und sie klagte Gott an, warum er sie im Sommer nicht habe sterben lassen. Worauf ich meinte, dass sie doch eine sehr theatralische Art hĂ€tte. In einem Spielfilm wĂ€re das alles sehr lustig gewesen. In echt weniger.

Man muss dazu sagen, dass meiner Mutter nie jemand widerspricht, weil ihre AusbrĂŒche so gefĂŒrchtet sind.

Jedenfalls will sie mich jetzt nie wieder sehen. Ne Nummer kleiner geht bei ihr nicht.

Bin immer noch verdutzt, wie das eskaliert ist, war das letzte Mal in meiner PubertÀt so.

Nachtrag:

Gerade, als ich diesen Beitrag abschicken wollte, klingelte mein Papa, er habe Anweisung von meiner Mutter, den Kram von meiner Tochter mitzunehmen und das andere Zeug wieder auf den Balkon zu tun. Er sei jetzt schuld. Ich vermute ja, er hat die Schuld auf sich genommen, um mich zu schĂŒtzen und den familiĂ€ren Frieden wiederherzustellen. Wie frĂŒher. So lernt sie es nie. Ich habe ihm gesagt, dass meine Mutter so immer tyrannischer wird. Irgendjemand muss halt mal Stopp sagen. Ich habe es versucht.

32 Kommentare zu „OMG, Hilfe, FamilienkrachđŸ’„

  1. Bleib bitte bei dem Standpunkt, der fĂŒr Dich selbst der richtige ist!
    … ich bin als Kind geschlagen worden. Mein Vater hat es bis zum Ende nie bereut.
    Im Gegenteil. Respekt gegenĂŒber den Kindern und spĂ€ter Erwachsenen gab es nie.
    Meine Mutter war ihr ganzes Leben lang so, wie Du es hier schreibst.
    Und doch. Ich war und bin der KĂŒmmerst. Das hat niemand verdient, doch ich hab zu spĂ€t gemerkt, was ich angefangen habe. Nun bleibt mir nichts anderes mehr ĂŒbrig, als es zu Ende zu bringen.
    … aber das alles hat mich krank gemacht. Doch niemand schert sich darum.
    Das Einzige, was mir bleibt, ist aufrecht in den Spiegel blicken zu können.

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    1. Ja, du bist ein toller Mensch. ✹
      Meine Mutter braucht nicht zu hoffen, dass ich mich um sie kĂŒmmere, wenn mein Vater es nicht mehr kann. Als ich nach meiner Trennung schlimme Depressionen hatte und Angst, ich bringe mich um, wenn ich ein antriebssteigerndes Medikament nehme (das passiert manchmal), hat sie einfach aufgelegt, mit der BegrĂŒndung, das belaste sie zu sehr. Ich hĂ€tte fast gelacht.
      Ich trage ihr nichts nach, aber um so jemand kĂŒmmern kann ich mich nicht.
      Danke fĂŒr deine unterstĂŒtzenden Worte! 🩄Ich wĂŒnsche dir viel Kraft! Denke an deine liebe Tochter! Du bist ein guter Vater und hast die Fehler deiner Eltern nicht wiederholt. 🌈

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  2. Es ist NICHT altmodisch die Meinung zu vertreten, dass du dich nicht herumkommandieren oder beleidigen lassen musst, ob nun im eigenen Heim oder sonstwo, das spielt ĂŒberhaupt keine Rolle.

    Die Reaktion deiner Mutter klingt nach schwerer emotionaler Erpressung. Solcher Haltung ist schwer beizukommen. Wahrscheinlich hilft nur die stete Übung, bei sich zu bleiben und gut zu sich zu sein, wie du es tust. Und vor allem klare Grenzen zu setzen, um deinen persönlichen Bereich zu schĂŒtzen. Dein Vater muss das fĂŒr sich tun. Du fĂŒr dich.

    Hab einen gemĂŒtlichen guten Abend 🙂

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  3. Ich finde es interessant, das sie Gott anklagt. Nicht einmal der macht, was sie will. Aber wie Du richtig sagst: „Ne Nummer kleiner geht bei ihr nicht.“ Kennst Du das MĂ€rchen vom Fischer und seiner Frau? („Buttje, Buttje inne See. Meine Fru, die Ilsebill will wohl nich als ich wohl will…“) Deine Mutter erinnert ich stark an die Frau in diesem MĂ€rchen. (Und als sie wie Gott sein wollte, da saß sie wieder in ihrer alten zugigen FischerhĂŒtte…) Noch klagt sie Gott nur an. Mal schauen, was passiert, wenn er mal tut, was sie verlangt…
    (Sorry, wenn das jetzt ein bisschen makaber klingt. Aber in manchen Situationen hilft nur noch Galgenhumor. Bitte schreib, wenn ich hier eine Grenze ĂŒberschritten haben sollte, bzw. lösche diesen Kommentar.)
    Viele liebe GrĂŒĂŸe und viel Kraft fĂŒr solche Eskalationen
    đŸ€đŸ˜‰đŸ€—

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    1. Nee, du hast keine Grenze ĂŒberschritten. Meine Mutter hat die Grenze ĂŒberschritten, ist ja streng genommen GotteslĂ€sterung. Leider hat er keinen Blitz auf sie runtergeschleudert, als sie das gesagt hat. đŸ€·â€â™€ïž
      Danke fĂŒr deine lieben WĂŒnsche. 😊💐

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      1. Ach ja, „GotteslĂ€sterung“ – das Schlimmste fĂŒr all jene, die Angst vor Gott haben. Dabei heißt es doch immer, Gott sei die GĂŒte in Person (persönliche Auslegung der christlichen Lehre). Ich denke, er(/sie/es) weiß schon, warum er sich so zurĂŒck hĂ€lt, was unsere Gebete angeht… („Bedenke bei jedem Wunsch, was es bedeutet, wenn er in ErfĂŒllung geht.“)
        đŸ˜‰đŸ‘đŸ€—

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  4. Ich trage ihr nichts nach, aber um so jemand kĂŒmmern kann ich mich nicht.
    Das muss lauten: WILL ich mich nicht!! (können kann man immer, leichte Übung!)
    Ansonsten: das polynesische Segelboot rausholen…
    Gruß von Sonja

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  5. Sie ist sehr ĂŒbergriffig und er ist,auch wenn er es gut meint, Co-abhĂ€ngig.

    Du tust gut daran, dich zurĂŒck zu nehmen, innerlich. Mit sagte neulich jemand, im vierten Gebot stĂŒnde auch nichts von Liebe … die Ehre, die ich meinen Eltern erweise, ist, zu schauen, dass ihr Lebensende einigermaßen wĂŒrdevoll verlĂ€uft – dass sie nicht verwahrlosen.

    Von Herzen alles Gute Dir fĂŒr das neue Jahr.

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    1. Das ist eine gute Deutung des vierten Gebots. ✹
      Ich habe gestern noch nachts meinen Kindern, die beide gerade nicht bei mir sind eine Nachricht geschickt, in der ich mich freue, dass wir so ein gutes VerhĂ€ltnis haben. Und mein Sohn hat schon sehr sĂŒĂŸ geantwortet. 🌈
      Danke fĂŒr deine lieben WĂŒnsche und dir auch nur das Beste! 💐🩄🌞

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  6. So etwas kenne ich noch von meiner Ex-Schwiegermutter und musste mir Ă€hnliche Dinge anhören, bis ich sie so heftig anschrie… Am Ende sollte ICH mich entschuldigen… Aber ich habe es endlich mal ausgesprochen zu dem Zeitpunkt. Da glaubt man, man sei erwachsen und fĂŒhlt sich wieder wie ein Kind und reagiert aber dann auch mal. Also, lass‘ Dich nicht beirren – Dein Leben, Deine Tochter und Deine Ansicht. Denn schließlich bist Du heute erwachsen!

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  7. Deine Mutter beherrscht die Kunst Menschen emotional zu manipulieren, sorry, so liest sich dein Beitrag. Verdammt schwer da gegen zu halten, außer es eskaliert, wie geschehen. Dein Vater hat sich damit abgefunden und du kĂ€mpfst dagegen an. Das kostet dich ne Menge Energie. Ich kann dich verstehen. Aber manchmal ist es einfach besser die Ohren auf Durchzug zu schalten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich aendern möchte. Das haette sie sonst schon lĂ€ngst getan oder? Manchmal ist es einfach besser, nichts zu sagen. Altes nicht hoch kochen zu lassen. Was meine Mutter angeht, so ist das meine Verfahrensweise, sie ist naemlich auch eine Dramaqueen.

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  8. Sehe ich anders, jemand muss mal Stopp sagen. Habe jahrelang auf Durchzug geschaltet, aber mich immer innerlich aufgeregt, bin ich nicht mehr dazu bereit. Die letzten Jahre war sie goldig, weil es ihr schlecht ging. Jetzt nicht mehr. Außerdem ist sie meiner Ansicht nach psychisch krank und gerade in einer aggressiven und manischen Phase. Falls mein Vater auf einer Versöhnung besteht, werde ich auf einer medizinischen Behandlung bestehen. Sie hat mich gestern als „Sau und Teufelin“ bezeichnet. Das ist nicht normal und muss ich nicht hinnehmen.

    GefÀllt 2 Personen

    1. „Sau und Teufelin“ zur eigenen Tochter zu sagen, klingt echt schizo. Sie scheint traumatisiert…DarĂŒber hast du sicher genĂŒgend nachgedacht…und wenn sie `s denn mitnehmen will ins Grab, na, dann…
      Dir wĂŒnsche ich Konzentration auf Schönes! Du kennst die Wege…

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  9. Eine ganz schwierige Situation. Als Außenstehender wĂŒrde ich mir auch nie ein Urteil oder einen Rat anmaßen. Das geht gar nicht. Aber ich gebe zu Bedenken, was auch immer Deine Entscheidung sein wird, es wird eine Zeit geben, wo es kein zurĂŒck geben wird. Ich meine den Tod.

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    1. Keine Sorge, ich bin eine ganz große Verzeiherin. WĂŒrde nie fĂŒr immer eine TĂŒr zuschlagen. 😇
      Aber alles bieten lasse ich mir halt auch nicht. Brauche ich fĂŒr meine Psychohygiene.

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