Offene Wunden

Die Wunde ist wieder offen, ich bin verletzt und fühle mich traurig und allein und dumm.

Immer das gleiche, ich bin es leid. Hört es nie auf?

Ich bin müde. Ich will das nicht mehr immer wieder durchleben.

(Kann sein, dass ich auf eure Kommentare nicht antworte, seid dann bitte nicht sauer. Aber zu schreiben und das Ganze damit zu kanalisieren, ihm eine Form zu geben, tut mir einfach gut. – Außerdem wollte ich euch diese Seite von mir auch zeigen… Ich selbst empfinde es immer als zutiefst tröstlich, solche Beiträge von anderen zu lesen.)

7 Kommentare zu „Offene Wunden

  1. Für mich ist es eine traurige Gewissheit: Solange Du es nicht mehr willst wird es bleiben. Solange Du versuchst, es weg zu schieben wird es immer wieder kommen. Solange wirst Du es immer wieder erleben.
    Ich kenne solche Situationen auch und ich habe angefangen meine Gefühle und Gedanken über mich selbst und meine Situation zu akzeptieren. Ich muss nicht klug sein. Ich muss nicht lieb und brav sein. Und wenn das anderen nicht gefällt, ist das in Ordnung. Ich versuche mein bestes, und ich weiß, es reicht nicht. Aber ich bin ich – mehr habe ich nicht. Auch wenn ich bereit bin ALLES zu geben – ich weiß, es ist nicht genug. Aber ich bin ich – das ist, was ich habe. Alles andere liegt in Gottes Hand (oder dem Schicksal oder was auch immer), und dort lasse ich es. Ich kann versuchen – aber ich kann die Verantwortung nicht übernehmen. Ich kann lieben und geben – aber dafür muss ich mich in die Güte der Hoffnung fallen lassen – nichts anderes ist mehr übrig.
    https://ankordanz.wordpress.com/gedichte-d/dein-leid/
    (Dieses Gedicht beschreibt die eine Hälfte des gefühlten Wahnsinns, in dem ich gerade lebe…)
    Vielen vielen Dank für Deinen Beitrag
    🙏💚🍀

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  2. Ich habe Verletzungen, die noch immer offen sind. Eine davon stammt aus der frühen Pubertät. Sie schmerzt seltener, aber immer noch. Sie ist eine wertvolle, die mich an die Gewaltlosigkeit als Wert an sich erinnert. Diesen Dämonen möchte ich um nichts in der Welt missen, weil er mich zu einem besseren Menschen gemacht hat, auch wenn ich auf das, was damals passierte, so richtig gar nicht stolz bin (auch wenn im Endeffekt nichts dauerhaftes passiert ist, außer in mir).

    Andere, Menschen, die mit mir stritten, mich verließen, Dinge, in denen ich mich unvollständig und schuldig fühlte, sind teils besser geworden. Ich habe teils die Schwächen akzeptieren müssen, die mich in diese Konflikte geführt haben – als Teile meiner selbst, die vielleicht gar keine Schwächen, sondern Charakterzüge sind.

    Ist es falsch, zu nehmen, obwohl man manchmal das Gefühl hat, nicht oder zu wenig zu geben? Es dauert lange, die Antwort darauf zu „Nein!“ zu machen. An vielen Verletzungen entzündet sich das immer wieder. Wir wollen unser Bestes geben und haben Hemmungen, zu nehmen, weil wir nicht immer unser Bestes geben können. Es tut weh, es verletzt unsere Eitelkeit, gute Menschen sein zu wollen. Es muss einfacher sein, die Schuld bei anderen zu suchen und zu finden, aber das würde uns zu schlechteren Menschen machen, nicht? Ich habe mal das Bild gelesen, dass man „nicht vergessen, aber auch nicht dauernd dran denken“ sollte. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich das gelesen habe – aber es ist eine gute Sache. Bei Streits, bei Dingen, die man selbst falsch gemacht hat, bei Dingen, in denen man von anderen beschuldigt wurde und auch bei Trauer.

    Puh, ob das nun passend war oder eher nur eine Reflexion meinerselbst, weiß ich nicht. Sorry!

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