Zerschlagen – es gibt so Morgen

… da fühlt man sich völlig zerschlagen, war nachts zwischendrin länger wach, hat schlecht, aber intensiv geträumt und fühlt jetzt Schmerzen in praktisch jedem Körperteil.

Ich habe wieder mal geträumt, dass ich wieder mit meinem Exmann zusammen bin, aber gleichzeitig war er auch mit seiner neuen Frau zusammen. Jedenfalls waren wir gemeinsam einkaufen, was wir im echten Leben nie zusammen gemacht haben. In einem sehr realen, sehr muffigen, sehr billigen Supermarkt.

Als wir noch zusammen waren, habe ich praktisch nie von ihm geträumt, ist echt ganz komisch. Auch von unserem Haus habe ich wieder geträumt, das nicht mehr mein Haus ist und das vorher nie in meinen Träumen vorkam.

Es scheint so, dass ich all das Geschehene im Traum verarbeiten muss, immer und immer wieder. Obwohl ich mich selbst getrennt habe und das Haus nie behalten wollte. Aber 23 Jahre Beziehung und 13 Jahre leben in einem eigenen Heim sind wohl etwas, was einem prägt.

Ist ne gute Warnung finde ich, wenn man in einer Beziehung ist und es nicht so gut läuft: Ist man bereit, sich den Kram jahrelang im Alptraum-TV anzusehen oder will man doch lieber rechtzeitig Schluss machen, bevor bleibende Schäden entstehen?

8 Kommentare zu „Zerschlagen – es gibt so Morgen

    1. Haha, nee, der leidet nur darunter, dass ich von der ersten Ehe noch traumatisiert bin. 🤷‍♀️
      Ist ne Warnung an die Leute, die glauben, dass sie es wegstecken in ner nicht guten Beziehung zu sein und wegen der Kinder oder wem auch immer, zögern zu gehen.

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      1. Woran erkennt man eine „nicht gute“ Beziehung? Ich fürchte, das ist oft das eigentliche Problem.
        Konsequenzen ziehen ist nicht so schwer, wenn man genau weiß, was richtig ist was falsch. Aber wo ist die Grenze?
        😕💚🙏

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      2. Haha, da war ich zu euphemistisch. Ich meine wohl eine schlechte Beziehung. Wenn man keine Luft zum atmen mehr hat, mehr als einmal die Woche heult, sich nicht, wie man selbst fühlt, dann sollte man sich nicht einreden, man muss das für die Kinder aushalten oder man schafft das allein nicht. Dann sollte man einfach gehen…
        Wenns einfach nur nicht so doll ist, mag das Zeitverschwendung sein, aber vielleicht auch ganz bequem aus verschiedensten Gründen. Da kriegt man aber nicht noch Jahre später Alpträume von, auch wenn alles vorbei ist.
        Muss eh jeder selbst wissen, auf sein Innerstes hören.

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  1. Diese Träume kenne ich auch zu gut – bei mir waren es 10 Jahre und heute weiß ich, dass es destruktiv war. Aber die Träume verändern sich, das Haus verändert sich und der Garten ist nicht mehr gruselig. Die Intensität verändert sich ebenfalls.
    Und immer in Lebensphasen, wo ich nicht damit rechne oder es thematisch absolut nicht passt.

    Irgendwer hat mir mal erzählt, man benötigt die Hälfte der Zeit, die man zusammen war, um alles zu verarbeiten. Diese Hälfte ist bei mir letztes Jahr rum gewesen. Ich denke, dass wird einen immer begleiten, nach so vielen Jahren kein Wunder.

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