Das Altern – auch hier auf der Suche nach Vorbildern

Quelle: inciados com

Ich bin relativ früh mit den negativen Auswirkungen des Alterns konfrontiert worden. Meine Mutter ist die jüngste von drei Schwestern und die Abstände sind sehr groß. Deshalb war ich als Kind mit vielen alten Verwandten (alt heißt hier um die 80) konfrontiert und leider muss ich sagen, die meisten in meiner Verwandtschaft alterten nicht gut, was leider immer noch gilt. Deswegen verbinde ich mit dem Alter in meiner Familie körperliche Gebrechen, Depression, Rumjammern (was von Depression zu unterscheiden ist), Nörgelei und Sturheit.

Keine schönen Aussichten. So will ich nicht alt werden. Was also tun?

Sich positive Vorbilder anschauen: zum Beispiel die schicke, lebensfrohe und agile Schwester meines Vaters, meine Lieblings-Schauspielerin Katharine Hepburn und auch einige Kolleginnen.

Mir scheint, gut Altern geht so:

Körperlich agil bleiben (mit Sport und viel Bewegung im Alltag).

Weiterhin Lust daran haben, sich schick zu machen.

Mit Menschen aus allen Altersklassen befreundet sein.

Den Geist offen halten (mit Büchern, neuen Hobbies, neuen Kontakten).

Sich vernünftig ernähren.

Gut für sich sorgen (mental, seelisch, spirituell und körperlich).

Ein heiteres Gemüt haben.

Und Glück – Glück braucht man halt auch.

19 Kommentare zu „Das Altern – auch hier auf der Suche nach Vorbildern

  1. Hoffentlich oder vielleicht inspiriert von meinem Rumjammerbeitrag heute.
    In meiner letzten Schule bekam ich mit, wie die jungen Eltern einer zweiten Klasse bei einem Lehrerwechsel hintenrum zischten: Warum müssen ausgerechnet unsere Kinder so eine alte Kuh als Klassenlehrerin bekommen?
    Die Kollegin weinte im Lehrerzimmer. Sie war stets schick gekleidet, gut frisiert, eine Topfrau, aber eben knapp über 60 – daran muss ich oft denken 😦

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    1. Oje… Also die Kinder schätzen die jungen Kollegen bei uns teilweise gar nicht so. Die sind manchmal noch so unentspannt. 😉
      Ich denke über das Altern schon länger noch, gerade, weil meine Mutter und ihre noch lebende Schwester so schlecht altern, körperlich und psychisch. Das bedrückt mich schon ab und zu.

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      1. Mein Sohn hatte in der Grundschule erst in Deutschland, dann in Griechenland jeweils eine ältliche eher konservative Lehrerin („Oma-Typ“) und kam ausgezeichnet mit ihnen klar. Ich glaube, das Problem mit dem Alter kommt erst ab 12, da akzeptieren die jungen Leute manchmal keine älteren Lehrer mehr,weil sie sie für „ahnungslos“ halten. .

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      1. naja in meiner Familie haben wir ne hohe Belastung an vielerlei Krankheiten:-( leider aber Gott sei dank haben alle in meiner Familie viel Humor und die Frauen haben durch die Bank, gute Haut und Haare :-)…

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  2. Ich sehe beim Altern ein Vorbild in der Schwiegerfamilie. Die Mutter meiner Schwägerin (Äh – es sind zwei Ehen auf dem kürzesten verwandt-verschwägerten Weg von mir zu ihr) ist meist adrett aufgemacht, neugierig, interessiert, aufgeschlossen – manchmal blitzt natürlich etwas auf. Aber ich habe sie für „im Alter der Eltern meines Mannes“ gehalten, die auch jünger wirken als ihre über 70. Aber sie ist vor einiger Zeit 80 geworden, engagiert sich in einer kirchlichen Gruppe für sozial Schwache, fährt dafür regelmäßig in die Stadt und so weiter. Das finde ich total cool.

    Ich werde – aufgrund meines Verhaltens (und meiner Klamotten) – oft für jünger gehalten als meine fast 40, aber das ist ja noch kein Alter. Manchmal staune ich allerdings, wie breit die Altersstruktur meines Freundeskreises ist – und da sind „Generationen“ im Sinne von eigenen Verwandten und den Verwandten meiner Freunde mal ausgenommen. Das geht von Anfang bis Mitte 20 bis hin zu fast 70. Und es macht Spaß. Gelegentlich kommt mir mal ironisch die Unterhaltung über die Lippen, die Captain Kirk und Chekov in „Star Trek – Generations“ anhand von Sulus Tochter am Steuer der Enterprise B haben: Chekov: „I was never that young.“ Kirk daraufhin: „No. You were younger.“ Meist passiert das, wenn mir klar wird, dass am Montag beim SciFi-DVD-Abend („Trek Monday“) Leute mit auf dem Sofa sitzen, die (deutlich) nach dem Mauerfall geboren sind.

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    1. 😂
      Werde auch immer für jünger gehalten… (für Mitte 30, statt 46) Der Kontakt zu Jugendlichen hält jung. Sehe ich auch an den älteren Kollegen.
      Letztlich kommen manche Leute aber in der Tat schon „alt“ zur Welt. 😝

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