Traurigkeit – Gedanken über meine Mutter

Ich bin sehr traurig, wenn ich sehe, wie meine Mutter sich mit dem Alter verändert. Ich weiß noch, wie sie sich vorgestellt hat, im Alter zu sein. Und ich sehe, wie sie jetzt ist. Was sie alles nicht mehr kann und durch ihre gebieterische Art auszugleichen versucht. Es tut mir weh, sie so zu sehen.

22 Kommentare zu „Traurigkeit – Gedanken über meine Mutter

      1. Ja, das, meine ich. Mein Papa hat auch bewusst entschieden, die schönen Seiten im Leben weiterhin zu sehen. Und meine Mutter eher das Gegenteil, wobei ihr das sicher nicht bewusst ist. Ich glaube, reflektiert zu bleiben, ist eine wichtige Sache.

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  1. Die Mutter. Der Mensch der uns von allen am meisten geliebt hat. Und genau so konnte man sie betrachten. Nicht ihr Äußeres, ihr Inneres betrachten. Nicht die Hülle oder das Alter sind die Mutter. Ihre Liebe, ihr Herz und ihre Seele haben uns geliebt und beschützt. Ich denke wenn man sie so betrachtet, dann wird der Schmerz vergehen und die Liebe kann wieder in den Vordergrund rücken.
    Lg Robert 💚💚

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  2. Es ist gut, dass du auf dich und deine Trauer schaust. Deine Mutter ist deine Mutter, und dieser Teil geht dich an, er ist der Quell deiner Trauer, und zu recht.
    Sie ist aber auch ein Mensch ganz unabhängig von dir, mit einer eigenen Geschichte, Gegenwart und Zukunft, und da musst du sie einfach sein lassen, wie sie ist. Als Tochter hast du da gar keinen Einfluss drauf und auch keinen Rechtstitel.
    Auch ist die Charakterentwicklung eines Menschen nicht ansteckend. Es steht bei dir, wie du dich entwickelst.
    Liebe Grüße!

    Gefällt 2 Personen

  3. mir hat damals geholfen, mit liebe auf meine mutter zu schauen. nicht mit angst und nicht mit opposition. und ich muss dazu sagen, ich hatte kein störungsfreies verhältnis zu meiner mutter, im gegenteil, meine mutter war immer schwer medikamentenabhängig und absolut nicht belastbar. sie war alleinerziehend und hat mich weitgehendst mir selbst überlassen. schon im vorschulalter …

    und meine größte angst war immer, wie meine mutter zu werden. und musste mit 40 erkennen, dass ich ihr nachging, obwohl ich mich so dagegen wehrte. egal ob es beziehungslosigkeit betraf oder das auftretende psychische krankheitsbild.
    ich habe das große glück gehabt, keine medikamente zur abwehr zu wählen, sondern eine therapie und dort lernte ich, meine mutter zu lieben wie sie war, sie zu sehen, was sie gerne gewesen wäre und wie sie sich nicht dagegen wehren konnte und wurde, wie sie war.

    ein sehr heilsamer weg. auch für sie. sie hat mir mit ihrer medikamentensucht das leben gerettet! weil ich dadurch einen anderen weg wählte …

    und ich konnte sie auf ihrem weg in die demenz begleiten, ohne darunter zu leiden, sondern ihr einfach das leben erleichtern. zuletzt wusste sie nicht mehr, wer ich war, aber ich war die einzige, die sie beruhigen konnte, die ihr angst nehmen konnte … wir hatten einen gefühlsmäßigen draht, den wir in ihren „mütterlichen“ jahren nie erreichen hatten können.
    und ich kann heute mit einer unglaublich liebenden erinnerung an sie leben, trotz dieser furchtbar widrigen umstände, die unsere mutter-tochter-beziehung durch ihre abhängigkeitskonditionierung durchleben musste.

    es gibt da diesen tollen spruch: liebe ist, einen menschen zu sehen, wie ihn der liebe gott gemeint hat.

    ich wünsche dir viel liebe!

    Gefällt 3 Personen

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