Kleine Weisheiten (12)

„Bei manchen Menschen verursacht Angst Wut, wodurch sie selbst wieder Angst und Wut verursachen. Diesen Teufelskreis kann man von auĂźen nur mit Liebe und Verständnis durchbrechen. Und von innen mit Reflexion.“

(Wechselweib, 11. März 2019)

PS: Ich schreibe hier als Lehrerin über angry young men, also vor allem über männliche Jugendliche. Ich rede nicht über Verbrecher, wobei das nach meiner Beobachtung bei Gerichtsprozessen auch auf diese zutreffen mag, zumindest bis zu einem gewissen Punkt im Leben. Trotzdem möchte ich klarstellen, dass ich nicht meine, dass man sich selbst in eine gefährliche Situation bringen sollte.

7 Kommentare zu „Kleine Weisheiten (12)

  1. Angst fĂĽhrt zu Wut. Ja.

    Angry young men betrifft das, sicher. Auch Verbrecher. Aber das Phänomen, dass Angst (insbesondere Abstiegsangst) Wut und daraus resultierend völlig irrationale Aggressionen gegen vermeintlich Schuldige erzeugt. Meistens sind diese Sündenböcke als Ziel der Wut einfach die, die noch mehr Angst haben, noch schwächer sind und sich deswegen nicht wehren können.

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    1. … Mist. Da fehlt ein „betrifft inzwischen weite Teile der Menschen“. Wie in: „Aber das Phänomen, dass Angst (insbesondere Abstiegsangst) Wut und daraus resultierend völlig irrationale Aggressionen gegen vermeintlich Schuldige erzeugt, betrifft inzwischen weite Teile der Menschen“.

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  2. Wenn Angst zu Wut fĂĽhrt, dann ist es die Weigerung oder automatisierte Reaktion der Abwehr von Angst.
    Es will bewusst gelernt werden, Angst als solche überhaupt erst mal wahrzunehmen, dazu zu stehen, sie da sein zu lassen und zu schauen, welche Strategien für einen persönlich nützlich sind, mit der Angst umzugehen, damit sie auch wieder vergehen / verrauchen kann. Du hast ja angesprochen: Selbstreflexion. Dazu muss jemand erst mal bereit sein.
    Wenn zugegeben wird: Ja, ich habe Angst, dann stellt sich vielleicht raus, das haben die meisten anderen auch. So what? Das macht uns berĂĽhrbar und empfindsam.

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      1. So hab ich es verstanden, dass du diese Erfahrung in deinem Beruf machst. Das ist traurig und wird wohl Teil der männlichen Emanzipation sein, damit offener und selbstverständlicher umzugehen. Bis verstanden wird, es ist eben nicht typisch männlich, „hart“ zu sein und den UnberĂĽhrbaren zu mimen. Das gehört zu einem Weltbild, das ĂĽberkommen ist, in den Köpfen und Herzen aber leider noch sehr lebendig ist.

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