Schade eigentlich…

(Quelle: pixabay)

Ich habe manchmal den Eindruck, meine Mitmenschen mögen mich lieber, wenn es mir schlecht geht als wenn es mir gut geht. Lieber schwach als stark. Das ist sehr schade, denn ich mag mich lieber, wenn es mir gut geht…

Aber vielleicht geht es einfach zu vielen Menschen in meinem Umfeld schlecht und dann können sie mich nicht so gut verkraften, wenn ich glücklich wirke. Das verstehe ich. Obwohl ich ihnen gerne was von meiner guten Laune abgebe. Und einige von ihnen geben mir offenbar gerne was von ihrer schlechten Laune ab…

Als Folge davon versuche ich in letzter Zeit oft, mich zurückzuhalten, mich zu dämpfen, meine Kraft zu zähmen. Ich bin nicht mehr so frei wie früher. Auch, weil ich mich schützen will, da ich manchmal blöde Kommentare ernte, die mich teilweise verletzen. Und natürlich will ich umgekehrt niemand vor den Kopf stoßen. Ich verschließe mich insgesamt ein wenig mehr als früher.

Außer bei meinen Lieben, da bin ich einfach, wie ich mich fühle, und sie dürfen es auch sein. Gott sei Dank!

16 Kommentare zu „Schade eigentlich…

  1. Da ist es doch mal wieder Zeit für die berühmte Rede 🙂

    „Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind,
    unsere tiefgreifendste Angst ist,
    über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
    Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
    die uns am meisten Angst macht.

    Wir fragen uns, wer ich bin,
    mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?
    Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?

    Du bist ein Kind Gottes.
    Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
    Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen,
    dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.
    Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.
    Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist,
    zu manifestieren.
    Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen.

    Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen,
    geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
    Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,
    befreit unsere Gegenwart automatisch andere.“

    Marianne Williamson (oft Nelson Mandela zugeschrieben)

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  2. Hab mal gelesen, dass wir Leute sympathisch finden, denen wir helfen konnten: Hab das immer so verstanden wie z. B. wir fragen jemanden inner fremden Stadt nach dem Weg und derjenige kann uns helfen und findet uns als menschliche Reaktion anschließend sympathisch. Hört sich für mich ganz gut an. Viele Menschen sind nach anfänglichem Zögern sehr nett zu einem, wenn sie uns irgendwie helfen konnten. Hab ich selbst schon erlebt.
    Wenn man das Prinzip aber auch „pervertieren“ kann und wir nahestehende Personen eher dann gut finden, wenn es ihnen schlecht geht, weil wir ihnen dann helfen können oder das Gefühl haben, ihnen helfen zu können und sie deshalb mehr mögen, fände ich das allerdings ziemlich scheiße.
    Komme grad von nem Verwandtenbesuch. Habe vor kurzem einen Artikel über „toxische Personen“ geschrieben und achte seitdem ohne es wirklich zu wollen drauf und mir fällt extrem auf: Die Leute weisen sich gegenseitig nur auf schlechte Dinge hin. Keine Ahnung, woran das liegt. Vor allem: Bin ich auch so? Ich habe schon früher nichts mehr bewundert, als wenn sich Menschen für andere Menschen freuen können. Und ich habe schon früher festgestellt, dass ich genau zwei Menschen kenne, die das können. Mit einem dieser Menschen bin ich verheiratet. Das ist so was Seltenes …
    Ich glaube, die Welt ist voller toxischer Personen: Irgendwie geht den meisten Leuten einer ab, wenn sie anderen eins reinwürgen können. Das dürfte bei den meisten Leuten ohne böse Absicht passieren, einfach automatisch, aber wenn man einmal drauf achtet, auf wie viel schlechte Dinge man den ganzen Tag über angesprochen wird, isses echt schon auffällig. Is wahrscheinlich Evolution. Konkurrenz und so.
    Ich möchte keine toxische Person sein! Ich werde drauf achten, positive Dinge, die ich bei anderen bemerke, nicht einfach nur für mich behalten, und bei allem anderen werde ich einfach meine Klappe halten. Versprochen.

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  3. Schlecht gelaunten Menschen gehe ich auch aus dem Weg. Dürfen ihre schlechte Laune gerne behalten! Meine gute Laune teile ich dann halt auch mit Menschen die sie verdienen und zu schätzen wissen! Bleib einfach bei dir und geh deinen Weg! LG

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  4. Mir wurde schon oft vermittelt, dass es einschüchternd wirke, wenn es mir gut gehe. Es setzt die Leute in Zugzwang, auch so sportlich, aktiv, kreativ, glücklich zu sein, sagen sie …

    Neid und Selbstkasteiung wegen vermeintlichem Nicht-Genügen statt Mitfreuen ist leider sehr verbreitet.

    Gefällt 1 Person

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