Manchmal erfasst mich eine tiefe Traurigkeit

Eine Traurigkeit, weil mir klar wird, dass der Druck, zu gefallen, immer droht, stärker zu sein, als das Selbstbewusstsein zu sagen: so bin ich, nehmt mich, wie ich bin.

Das merke ich an meinen Kindern, meinen Schülern, meinen Freunden und letztlich auch an mir selbst, wobei ich das nicht will. Ganz und gar nicht. Es ist meine feste Überzeugung, dass jeder ein Recht auf sein So-und-nicht-anders-Sein hat, solange er niemandem schadet. Wir müssen nicht alle gleich sein, aber wir sind alle gleich viel wert.

8 Kommentare zu „Manchmal erfasst mich eine tiefe Traurigkeit

  1. Vielleicht siehst du auch in die falsche Richtung? Das Gefallen müssen, zeigt immer in unsere eigene Richtung. Wir müssen nur gefallen, wenn wir von uns annehmen das tun zu müssen. Dein Glaube ist es, der dir das sagt und nicht die anderen Menschen. Der Druck kommt nicht von Außen. Das scheint nur so. Das Außen reflektiert nur, was du im Inneren selbst denkst. Stell dir mal einen Moment vor du wärst völlig alleine. Hättest du dann das Bedürfnis dich zu verändern? Falls ja, was würdest du verändern wollen und wenn nein, was sagt das über dein Innerstes? Warum wollen Menschen sich verändern und für wen? Wer stark ist gefällt halt nicht jedem? Wer ist auf der Welt um jedem zu gefallen? Nur das Fähnchen im Wind und das hasst sich selbst und jeden Andern. Man sollte seine Stärke genießen und nicht in Frage stellen. Leben setzt Stärke voraus und jeder der sie besitz kann sich glücklich schätzen.

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    1. Ja, das ist das Problem. Meine Tochter will ihrer Peer Group gefallen, die Schüler auch, usw.
      Es geht ja gar nicht darum, jedem zu gefallen. Every bodies Darling zu sein.
      Obwohl viele Jugendliche von ihrem Äußeren auf jeden Fall möglichst vielen gefallen wollen.
      Das beschäftigt mich gerade… Weil meine dünne Tochter Panik hat, dick zu werden.
      Ich selbst hatte nie das Ziel, jedem zu gefallen. Und mir sagen Leute oft sehr deutlich, dass ich ihnen nicht gefalle: zu laut, zu dick, zu nervig. Da bin ich manchmal sprachlos, ich sage denen ja auch nicht, dass sie dünne unzufriedene Zicken sind.
      Letztlich bin ich ein Animal sozial und kein Einsiedler, ich bin ja nicht vollkommen unabhängig von meinen Mitmenschen. Wer ist das schon? Und wenn meine Tochter mich dick nennt, kränkt mich das. Stärke hin oder her, ein Mensch ist man trotzdem.

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      1. Das Jugendliche in der Pubertät Schwierigkeiten mit ihrem Selbstwert haben ist zwischenzeitlich Wissenschaftlich belegt. Sie fühlen sich unwohl und unsicher ihrem Körper und Aussehen gegen über. Sehe und höre ich auch von meinen Töchtern. Da hilf nur ermutigen und Verständnis. Sie können da nichts dafür und haben auch nur wenig Möglichkeiten damit umzugehen. Natürlich ist das Gesellschaftsbild von Frauen wenig hilfreich. Auch das Menschen die nicht die „Idealmaße“ besitzen angefeindet werden ist Gesellschaftlich anerkannt. Da hilft nur selbst ein freches Maul zu haben. Direkt als Antwort auf die hässliche Nase, die großen Ohren oder die alberne Frisur anreden. Die werden sich hüten nochmal ihre Schandmäuler zu öffnen. Man muss sich Respekt verschaffen, wenn man einigermaßen in Ruhe leben möchte.

        Gefällt 2 Personen

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