Schluss mit lustig – oder wie aus einem entspannten Kollegium ein Abklatsch von „Game of Thrones“ wurde… 🦊🐍🦚

Bin heute aus allen Wolken gefallen, weil mich Kollege angesprochen hat, ich hätte mich über ihn „als unkollegial in der Prüfung beschwert“. Habe ich nicht. Habe mich über den Vorsitzenden der anderen Schule kritisch geäußert. Aber in diesem Kollgium wird einem wirklich das Wort im Mund umgedreht, Intrigen gesponnen, Gerüchte gestreut, da ist der Denverclan ein Kindergarten gegen. „Game of Thrones“ trifft es schon eher.

Ziehe jetzt die Konsequenzen, werde nur bei offiziellen Veranstaltungen dabei sein und mich mit meinen vier Freunden im Kollegium privat treffen und ansonsten nett lächeln und schweigen. Das Abschlussgrillen in der letzten Woche und der Kneipenabend am letzten Schultag werden ohne mich stattfinden müssen. Früher war das mal Entspannung für mich. So wie sich das Kollegium durch schrittweise Pensionierung der alten Garde entwickelt hat, ist das vorbei.

Wir waren mal eine coole Truppe, mit der man feiern konnte, sein Herz ausschütten, sich schlapplachen oder einfach abhängen. In meiner ersten Ehe haben mich die damaligen Kollegen durch die harte Zeit gecoacht. Jetzt würde ich am liebsten das Lehrerzimmer mit Cannabisäther fluten und rufen: Chillt mal euer Life!

3 Kommentare zu „Schluss mit lustig – oder wie aus einem entspannten Kollegium ein Abklatsch von „Game of Thrones“ wurde… 🦊🐍🦚

  1. „gefällt mir“ ist natürlich dummes Zeug. Aber wenn die kollegialen Freizeitaktivitäten zur Folter werden, ist es besser, sie zu meiden. ich kenne aus meiner Zeit auch diesen Niedergang der Kollegialität, die mich mit ihren Intrigen und dem „teile und herrsche“-Kleinkrieg langsam aufrieb. Auch ich habe mich zurückgezogen und meine Arbeit so bald ich konnte hingeschmissen (Frühverrentung mit 57).

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  2. Ist es ein Generationen-Ding? Dachte ich beim Lesen, weil da offensichtlich viele Neue mit drin sind. Ich bin nicht sicher. In meinem Gemeinschafts-Büro ändert sich die Zusammensetzung natürlich öfter als in einem Lehrerzimmer. Und ich kenne Zeiten, in denen das Klima eher rau und fast schon feindlich war – eine Kollegin versuchte regelrecht, mich aus dem Büro zu mobben. Meine Erfahrung ist jedoch, dass Anwesenheit gerade dann wichtig ist. Wer sich zurückzieht, wird nicht mehr wahrgenommen und kann möglicherweise auch keinen Einfluss mehr geltend machen, zum Beispiel, den Umgang wieder auf ein freundlicheres Level zu heben. Klar hat man keine Lust, wenn die Leute so schwierig und unfreundlich sind. Aber auch das ist eine Erfahrung: Hinter unfreundlichen Fassaden sind manchmal (!) auch freundliche Geister. Nö, hat man nicht immer Lust drauf. aber ich würde mir auch diese Möglichkeit offen halten.

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