Wie viel Macht gestehen wir der Vergangenheit zu?

Ich neige nicht zum Hadern. Meine Mutter beispielsweise ist ja eine, die vergangenen, angeblich falschen Entscheidungen gerne die Schuld gibt, wenn sie im Moment gerade nicht glücklich ist. Gerne auch anderen Personen.

Ich gucke lieber nach vorn. Ich sehe mich auch nicht gern als Opfer. Inzwischen weiß man, dass man sich durch immer wieder Reden über schlimme Erfahrungen auch retraumatisieren kann. Das Gehirn erlebt die Erinnerung als real.

Es war für mich ein Schock, in Forschungsberichten zu sehen, dass jahrelange Depression das Gehirn in Scans sichtbar verändert. Aber das ist reversibel. „Mit der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an“ von Marc Aurel ist eines meiner Lieblingszitate.

Deswegen versuche ich, schöne neue Dinge zu denken und zu erleben. Das vermittele ich auch meinen Kindern so. Die Verantwortung für mein Lebensglück habe ich, niemand sonst.

9 Kommentare zu „Wie viel Macht gestehen wir der Vergangenheit zu?

  1. Kennst du den Satz: „Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben“? Auch die Vergangenheit lässt sich verändern, wenn man neue Akzente im Erinnern setzt und aufhört, sich als Opfer zu fühlen. Ein schönes geruhsames Wochenende dir!

    Gefällt 2 Personen

    1. Ja kenne ich! Meine Kindheit war gut, wurde erst in Ehe traumatisiert… Und durch die Erfahrung, Depressionen zu haben.
      Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt, ich fühle mich nicht als Opfer, kenne das aber von anderen und halte es nicht für zielführend.
      Wünsche dir auch ein schönes Wochenende.

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