Endlich đŸ§šđŸ»â€â™€ïž

… habe ich wieder ein unkompliziertes VerhĂ€ltnis zum Essen. Ich bin selbst ganz ĂŒberrascht.

Nach Jahren des stĂ€ndigen Heißhungers, des Stressessens, des Belohnungsessens, des Trotzessens oder wahlweise des KalorienzĂ€hlens, Punktenotierens, Mahlzeitenaufschreibens kann ich endlich sagen: Essen nimmt nicht mehr so viel Platz ein in meinem Denken.

Ich habe das auf Rat meiner Ärztin durch einen verblĂŒffend einfachen Weg geschafft: Ich esse nur noch zwei Hauptmahlzeiten am Tag (am spĂ€ten Vormittag und frĂŒhen Abend) und sonst zero, nada, niente, nichts. Außer Kaffee oder Tee mit Mandelmilch oder Wasser.

Was ich da esse? Kein Low Carb, kein Low Fat, sondern gesunde ausgewogene Mischkost. Und normale Mengen. Und mit Genuss und Freude.

Die ersten drei Tage dachte ich, ich muss zwischen den Mahlzeiten jemand umbringen, so schlimm war der Hunger (kein Wunder, dass es in der sogenannten Dritten Welt so viele BĂŒrgerkriege gibt) – und dann war es gut.

Der Körper und der Kopf haben sich daran gewöhnt. Und jetzt ist alles plötzlich ganz einfach. Und ich habe endlich den Kopf frei fĂŒr anderes. Ein wahrlich herrliches GefĂŒhl.

13 Kommentare zu „Endlich đŸ§šđŸ»â€â™€ïž

    1. Finde ich nicht. Mir ist klar geworden, dass wir diesen Faktor bei der Beurteilung der Lage vielleicht unterschĂ€tzen. Weil wir nicht wissen, wie es ist immer Hunger zu haben. Da merkt man, dass der Mensch ein Tier ist. Also ich habe das an mir ganz deutlich gespĂŒrt. Wenn man jeden Tag Hunger hat und noch unterdrĂŒckt wird, ist es fĂŒr mich sehr nachvollziehbar zu den Waffen zu greifen und diesen Umstand Ă€ndern zu wollen.
      Davon mal abgesehen war das ein Entzug von meiner Droge Essen. Jemand, der kein gestörtes VerhĂ€ltnis zum Essen hat, wundert sich vielleicht, warum das so hart war fĂŒr mich. Aber das Problem bei EsssĂŒchten ist ja leider, dass man seinen Suchtsstoff im Gegensatz zum Beispiel zu Nikotin oder Alkohol nicht vollkommen aufhören kann zu konsumieren. Wenn man leben will, muss man essen.

      GefÀllt 3 Personen

    2. Wodurch entstehen Konflikte? Eine Theorie dazu ist menschliches Verhalten mit BedĂŒrfnissen zu erklĂ€ren. Der Mensch hat sozusagen Defizite und versucht deshalb seine BedĂŒrfnisse zu befriedigen. Ein bekanntes Modell ist die BedĂŒrfnispyramide nach Maslow. Das Fundament dieser Pyramide sind physiologische BedĂŒrfnisse: Hunger, Durst, Schlaf, SexualitĂ€t.
      Wenn Du dir die Armut solcher Krisengebiete anschaust, dann hast Du schon einen Grund Kriege zu fĂŒhren.

      GefÀllt 1 Person

      1. Das ist unbestritten – fĂŒr mich war der Vergleich nur nicht treffend. Wir in unserer westlichen Welt kennen diesen Hunger (auch wenn Marion welchen hatte) nicht. Dieser Hubger, den diese Menschen haben ist ein ganz anderer und deswegen fand ich den Vergleich sehr unpassend.

        Meine Meinung …

        GefÀllt 2 Personen

      2. Ich weiß, was Du meinst. Hier in Deutschland ist Hunger verspĂŒren nicht jedem so gelĂ€ufig. Und bei jedem ist dieses GefĂŒhl auch anders ausgeprĂ€gt. Da sind auch viele Emotionen mit Hunger verbunden.
        Ich selbst faste auch. Und dabei beherrscht manchmal dieses GefĂŒhl mich so sehr. Ich kann dann an nichts anderes denken, als an den Hunger und Essen. Keine Frage, ich denke in dem Moment nicht an Mord. Ich habe mir das ja ausgesucht; ganz freiwillig. Aber Menschen in Afrika sind dazu gezwungen und Hoffnung auf ein Ende gibt es dort nicht.

        GefÀllt 1 Person

      3. Das Thema Essen und Hunger ist ein belastendes fĂŒr mich. Schriftlich mag ich mich hier nicht mehr Ă€ußern. Ich habe einen Sohn daheim, der unfreiwillig verhungern wĂŒrde, wenn ich ihn nicht stĂ€ndig ermahne zu essen.

        Aber das gehört hier nicht her!

        GefÀllt 2 Personen

  1. Das hört sich nach Intervallfasten, 16:8 an. Das mache ich auch konsequent seit letztem Sommer. Dadurch sind bei mir wahrscheinlich auch die arthrotischen Schmerzen weggegangen.
    Erst kĂŒrzlich habe ich einen Beitrag ĂŒber das Fasten von Quarks.de auf FB gelesen. Beim Fasten entstehen viele positive Effekte im Körper. Die EntzĂŒndungswerte von Rheumatikern werden gesenkt. Ein GlĂŒckshormon, Serotonin, wird gebildet, das eine stimmungsaufhellende Wirkung hat. Der Organismus produziert auch Opioide und Cannabinoide. Aufgrund der schmerzhemmenden Wirkung wird ĂŒberlegt, das Fasten auch bei Schmerztherapien einzusetzen. Teilfasten ist auch möglich und das Intervallfasten wurde auch in diesem Beitrag erwĂ€hnt.

    GefÀllt 1 Person

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