Pausen🏖️ – die unterschätzte Notwendigkeit

Quelle: Google Magazin, Android

„Die Welt schenkt uns keine Zeit für Pausen – wir müssen sie uns nehmen.“

(Julia Scharnhorst, Psychologin, „Brigitte“ 24/2018)

In der aktuellen „Brigitte“ (3/2019) liegt ein kleines Heftchen bei: „50 kluge Gedanken die Kopf & Seele öffnen“ ist der schöne Titel. Das obige Zitat ist auch daraus.

Pausen sind essentiell und zwar, wie Forscher herausgefunden haben, viele, gut verteilte Pausen. Es bringt nichts, die ganze Woche wie ein Bekloppter im Hamsterrad zu laufen und dann am Wochenende versuchen, den Kopf zu frei zu kriegen.

Genauso sollte man nicht nur für seinen Jahresurlaub leben, sondern auch zwischendrin bewusst schöne Entspannungsphasen einbauen, sich am Feierabend oder am Wochenende etwas  Schönes vornehmen, dabei sollte man darauf hören, was einem gerade gut tut und nicht in Freizeitstress verfallen. 

Auch am Arbeitstag selbst sollte man darauf achten, genügend Pausen zu machen. Manchmal hilft es schon, mal kurz das Fenster aufzumachen und tief durchzuatmen. Das mache ich als mitten im Unterricht.

Wenn man Alarmsignale wie Kopfweh oder Rückenschmerzen bemerkt, sollte man auch eine Pause einlegen. Wenn diese länger andauern trotz Sport, gesunder Ernährung und ausreichend Schlaf sollte man abklären, was einem gerade belastet, und wie man gegensteuern kann. Notfalls muss man auch mal etwas Grundlegendes im Tagesablauf ändern. Wir brauchen in der Familie zum Beispiel alle eine Mittagspause, in der wir abhängen und nicht ansprechbar sind. Seit ich das verstanden habe, geht es uns allen besser.

Klassiker wie Massagen können helfen, ich bin danach aber wie tot, weil alle Schmerzzonen aufgeweckt werden. Mir hilft Qi Gong oder mit lieben Menschen Quatsch machen am besten. Bei mir ist es meist Verspannung. Auch wenn ich manchmal gar nicht weiß, warum ich eigentlich gerade so angespannt bin. Das verstehe ich meist erst hinterher, wenn manche Ereignisse geschafft sind und mir ganze Felsbrocken von den Schultern fallen.

 

Was das Bloggen mit mir macht – eine kleine Reflexion

Die „Santa Maria“, das Flaggschiff der ersten Expedition des Kolumbus‘ in die Neue Welt (Quelle: Wikipedia)

Ich gelte allgemein als intellektuell, aber wenn ein Blogbeitrag zu wissenschaftlich daher kommt (ich stöbere ja auch gerne in Blogs, denen ich nicht folge), schalte ich – momentan – automatisch ab. Ist mir zu anstrengend, kriege ich Kopfweh von. Ich will inspiriert werden, berührt werden, angeregt werden. Und sehr oft ist das auch so, was mich sehr glücklich macht…

Ich habe das Gefühl, das Bloggen eröffnet mir eine ganz neue Welt. Einen Austausch mit vielen kleinen anderen Welten, ich genieße das sehr. Es erweitert meinen Horizont und zeigt mir neue Facetten der Betrachtung – und auch von mir selbst.

Trost

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„Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürcht ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“

Wie oft habe ich diese Verse schon innerlich gesagt, wenn ich verzweifelt war und sie haben immer geholfen. Und wenn es nur ist, weil der Puls langsamer wird. Aber natürlich ist es auch eine magische Formel. Die wirkt, weil man daran glaubt. Ich jedenfalls spüre, dass ich nicht allein bin und das spendet mir Trost.

 

Leute, ich bin nicht mehr Zwölf

Gggr, was habe ich bloß an mir, dass ich ständig von irgendwelchen Leuten gemaßregelt werde? Ich bin doch nicht mehr Zwölf, ich finde, ich bin aus dem Alter raus, wo man Standpauken gehalten bekommt.

Lustigerweise kriege ich immer von den Leuten einen Vortrag gehalten, von denen ich denke, ein bisschen gute Erziehung hätte denen auch nix geschadet. Oder Sensibilität oder Nachdenken oder Höflichkeit.

Ich habe den Verdacht, dass ich diesen Menschen, manchmal ein bisschen zu viel Unbeschwertheit und Lebensfreude ausstrahle. Und das wollen sie mir dann verderben. Oder sie denken gar nicht nach. Oder sie haben sonst keine Probleme. Es bleibt mir ein Rätsel. Ich hätte da gerne manchmal eine Tarnkappe. Vor manchen verstecke ich mich auch tatsächlich ein wenig… Vielleicht wird es besser, wenn ich älter werde…

Nachtrag:

Aufgrund einiger Missverständnisse in den Kommentaren sehe ich mich gezwungen genauer zu werden: Mir wird nicht vorgeworfen, dass ich unsensibel oder unhöflich bin. Vielmehr stören sich diese selbsternannten Moralapostel zum Beispiel an meinem lockeren Verhältnis zu meinen Schülern, meinem eher entspannten Verhältnis zur Ordnung und meinem Umgang mit meinen Kindern, der mehr auf Erklärungen als auf Strafen setzt.

ICH finde allerdings, dass diese Personen unsensibel und unhöflich sind. Teilweise kann ich ihnen das aber schlecht sagen (zum Beispiel, wenn es meine Vorgesetzte oder meine Vermieterin ist, auch bei Kollegen oder anderen Müttern hält man oft besser die Klappe). Mir wird „nur“ vorgeworfen, dass ich meine Rolle nicht so ausfülle, wie sie es gerne hätten. Aber ich hätte die auch in vielen Dingen lieber anders. Nur halte ich denen keine Vorträge darüber. Weil es eh zu nix führt. Weil man ganz verschiedene Werte hat.

Warum ich eine Traumtänzerin bin 💃

Quelle: Kunst für Alle
 

Ich bin eine ganz große Traumtänzerin, Verdrängerin, Optimistin. (Je nach dem, wie man das jetzt formulieren will.)

Ich habe theoretisch schon ein paar  Probleme, die mich belasten könnten, aber ich ignoriere das die meiste Zeit, weil ich an denen eh nix groß ändern kann. (Zum Beispiel am Verhalten meines Exmannes oder meiner Kollegen, der Arbeitslosigkeit meines Mannes, dem seelischen Zustand meiner Mutter usw. usw.)

Manchmal fühle ich mich wie Tom aus dem Comic „Tom und Jerry“, der auf dem Sprungbrett in der Luft weiterläuft, obwohl das Brett längst zuende ist. Aber erst, als er nach unten guckt, stürzt er ab.

Deshalb gucke ich möglichst einfach nicht nach unten.

Und manchmal wachsen mir auch Flügel, wenn ein Traum wahr wird: Meinen Mann gefunden zu haben ist so ein Geschenk des Himmels. Da tanzt die Traumtänzerin… 💃🦄✨

In Tränen ausgebrochen

Quelle: tatooscout

… bin ich gestern bei der Arbeit. Auslöser war eine zwischenmenschliche Reiberei. Einen Moment war einfach alles zu viel, das Bild, das andere von mir haben, die Art, wie wir miteinander umgehen. Der ganze Scheiß.

Gab im letzten Jahr ein paar so Situationen, wo ich gedacht habe, boah, ist das ätzend.

Bin leider wegen meiner hormonellen Umstellung sehr nah am Wasser gebaut zur Zeit. Ohne Tränen kommt man natürlich souveräner rüber und fühlt sich auch so.

Keine Sorge, heule mehr privat, im Job nur viermal in 18 Jahren. Davon zweimal innerhalb der letzten acht Monate. Die anderen Male, einmal am Berufsanfang und einmal mit zwei kleinen Kindern und durchwachten Nächten. Dennoch: nicht gut, die Häufung in letzter Zeit.

Schaffe es aber eigentlich immer, dass nur vertrauenswürdige Menschen die Tränen sehen. Wobei ein Problem ja ist, wem ich noch vertrauen kann…

Zum Glück sind die Schüler süß.

 

Warum ich manchmal der „Bachelor“ und Co. gucken muss

Ja, ich oute mich jetzt: Manchmal muss ich Trash wie ‚Der Bachelor“, „DSDS“ oder „GTNM“ gucken.

Ich weiß, dass manche jetzt aufschreien, von wegen frauenverachtender, verdummender Müll. Aber ich nehme das gar nicht ernst. Ich finde das entspannend und außerdem gucken meine Schüler das auch und dann kann man das im Unterricht auch mal kritisch thematisieren. Soziologisch ist es eh interessant, was für Leute zum Beispiel ausgewählt werden, sagt viel über den Zeitgeist aus und hat sich mit der Zeit durchaus gewandelt.

Manchmal gucke ich nur rein, manchmal fiebere ich auch richtig mit, gebe ich zu.

Fernsehen ist eben „Opium fürs Volk“.

Insgesamt fällt mir allerdings auf, dass ich seit ich nicht mehr in einer frustierenden Ehe feststecke, mich viel weniger durch Fernsehen ablenken muss.

Einen richtig netten Film, ob im Fernsehen oder auf DVD gucke ich mit meiner Tochter aber immer noch gern, zum Beispiel „Zoomania“, wo sehr goldig in Zeichentrick Probleme wie Ausgrenzung und Vorurteile behandelt werden. Der Jugendroman „Tschick“ von Herrendorf wurde zum Beispiel auch super verfilmt. Ist ein richtig cooler Roadmovie geworden, wo es um die Freundschaft von zwei Außenseitern geht. Der absolute Lieblingsfilm von meiner Tochter und mir ist „Traumfrauen“ ist auch superlustig, nimmt die Probleme, die man als moderne neurotische Frau von heute hat, herrlich auf die Schippe.

So, jetzt habe ich mich geoutet. Ich glaube, letztlich stehe ich doch auf Qualität…