Herrlich! 😃🌻🎶

… Das ist mein Lebensgefühl im Moment. Merke, wie eine Last von meinen Schultern abgefallen ist, ich leichter gehe, ich ruhiger atme, ich oftmals vor mich hinlächele.

Alle Kraftakte für dieses Schuljahr sind erledigt. Jetzt heißt es nur noch, lächelnd über die Ziellinie Freitag nächste Woche zu laufen.

Nachlese: Was war? 👓

Sitze im Eiscafé und lasse die vergangenen Wochen und Monate Revue passieren.

Da die Abis weg sind, habe ich heute erst nachmittags Schule. Zeit, Tagebuch zu schreiben und zu sondieren, was dieses Schuljahr so passiert ist.

Auf der Schattenseite steht:

  1. Es gab viele Vorfälle, die gezeigt haben, dass die Einserabsolventen unter den jungen Kollegen nicht zwangsläufig gut mit den Schülern umgehen können.
  2. Nach der Pensionierung etlicher Kollegen ist die Stimmung im Kollegium wesentlich unentspannter geworden.
  3. Es gibt „Spitzel“ im Kollegium, die alle Kritik oder das, was sie dafür halten, der Schulleitung zutragen.
  4. Ich habe nur noch eine Handvoll Freunde im Kollegium.

Demgegenüber steht auf der Sonnenseite:

  1. Die Schüler und Eltern sind in überwältigender Mehrheit reizend.
  2. Ich habe immerhin eine Handvoll Freunde im Kollegium.

I’m singing again 🎶🎶🎶🎶

Komme gerade vom Frauenchor. Ist soooo schön immer. Manche Lieder zu singen ist wie Fliegen.

Seit letzten Dienstag gehe ich wieder, davor Pause wegen Abi, Infekt usw. Will in der neuen Saison unbedingt wieder regelmäßig gehen. Merke sofort, wie der Atem ruhiger wird und der Puls sinkt. Ist pure Medizin für mich.

„Keep it small and simple“ 🥔🍞

… ist ein alter Grundsatz der Schauspielkunst, den man auf viele Bereiche übertragen kann.

Übertreibung ist beim Schauspiel peinlich, wenn man nicht gerade in einer Oper sitzt, da gehört es zum guten Ton.

Beim Essen ziehe ich ein Butterbrot mit Tomate oder Kartoffeln mit Quark, wie ich an dieser Stelle bereits ausführte, jederzeit einer überteuerten exaltierten selbst ernannten Haute Cuisine vor.

Beim Kleidungsstil finde ich es auch schöner, es einfach und schlicht zu halten: Jeans oder Rock, im Zweifel ein gestreiftes Shirt oder eine bedruckte Bluse (blau-weiß oder schwarz-weiß), Ohrringe, fertig. Ich brauche keine Markenklamotten, habe immer nur zwei Paar Schuhe in Gebrauch und bin eher der lässige Typ. Im Bad bin ich schneller als mein Mann.

Trotzdem habe ich den unheilvollen Hang, Dinge, die ich mag, in großer Menge anzuhäufen: Bodylotions, Dusch- und Badeutensilien, Lidschattenpaletten, Dekokram, Bücher (auch sehr viel sehr leichte Literatur), Zeitschriften, bunte Halstücher undsoweiter.

Inzwischen spüre ich die Last von all dem Kram und sehne mich auch hier nach Beschränkung: als Kind öffnete ich immer gerne die Spiegelschrankseitentür meines Papas im Bad: Niveacreme, Rasierschaum, Rasierpinsel, Aftershave fertig. Ich liebte diese Schlichtheit fand sie anziehender als die tausend Cremes und Lippenstifte bei meiner Mutter. Das Fach meines Vaters strahlte aus: ich konzentriere mich aufs Wesentliche, ich habe mein Leben im Griff.

Ich will meinen Alltag auch wieder in den Griff kriegen, sehne mich nach Reduktion, Einfachheit und Struktur.

In der Küche ist es dank der Ausmistaktion meiner Schüler schon vollbracht, meinen Kleiderschrank habe ich mir gestern vorgenommen und das Bücherregal ja schon vor längerer Zeit. Das nächste Projekt wird sein, allen Kram im Bad aufzubrauchen und sich in Zukunft auf je ein Exemplar von Waschlotion, Duschgel, Bodycreme, Shampoo, Haarkur usw. zu beschränken.

Auf meiner Waschbeckenseite habe ich es schon geschafft: da steht nur noch eine ph-neutrale Waschlotion, die ich für Hände und Gesicht benutze, ein Nagelbürstchen, Zahnpasta und eine Dose Niveacreme.

Hilfreiche Wichtel im Einsatz 🧙🏻‍♀️🧝🏻‍♂️🔨🔧🧼🧹

Gestern Nachmittag fiel spontan eine kleine Gruppe hilfreicher Wichtel bei mir ein. Sie brachten emsig und mit großem Elan meine Küche wieder auf Vordermann: misteten aus, wischen die Schränke und Schubladen aus und überlegten sich ein neues Ordnungssystem.

Es handelte sich um zwei tapfere Recken und zwei holde Maids aus meinem ehemaligen Gemeinschaftskundekurs, die auf die Frage meiner Tochter, warum sie das eigentlich machten, lapidar meinten, das wäre ihr Dank für zwei Jahre Engagement von mir. Noch nie in meinem Leben hat jemand etwas derart Selbstloses für mich getan…

Die Wichtel schufteten acht Stunden lang, meine Tochter half ihnen und ich wurde vertrieben und hinter meinen Schreibtisch an die Korrekturen gesetzt.

Die Küche sieht aus wie neu jetzt.

Ich bin total gerührt.

Hurra, ich habe jetzt eine Putzhilfe – endlich Entlastung ☁️☁️☁️

Heute kommt zum ersten Mal meine Putzhilfe. Ich freue mich total: Endlich Entlastung.

Ich dachte ja, ich kriege das alleine hin, aber das tue ich nicht. Mein Exmann hat ja immer viel im Haushalt gemacht und mein neuer Mann wohnt ja noch im hohen Norden. Und ich … ich habe irgendwie kein Händchen für den Haushalt. Mache das irgendwie nur halbherzig und es sieht auch, wenn ich mich mal aufraffe, nie so gut aus wie bei praktisch allen anderen, deren Wohnung ich kenne. (Wobei etliche auch eine Putzhilfe haben.)

Ich habe einfach andere Prioritäten in meinem Leben. Es wäre glatt gelogen, wenn ich behaupten würde, ich hätte wegen des Jobs keine Zeit für den Haushalt. Zeit hätte ich schon, aber Lust habe ich nicht.

Jetzt also Entlastung. Ich freue mich!