Der Herbst – da isser also

Okay, er ist da, der Herbst. Ich habe die Heizung an und Kerzen, draußen ist es trübe und regnet und ich sitze mit Decke, Kaffee und leichter Lektüre im Sessel.

Ich habe eine leichte Melancholie im Herzen, die vielleicht verfliegen wird, wenn mich der Alltag wieder hat, aber ich hatte auch schon viele Herbste voller Melancholie …

Bin total platt …

Muss mich erstmal sortieren. Dann Haushalt, packen anfangen, Unterrichtsplanung fürs kommende Schuljahr konzipieren. Der Arbeitsalltag und der baldige Umzug stehen vor der Tür. Aber heute erstmal langsam.

Die Tage mit meinem Mann waren schön, aber auch anstrengend. Hatte zwischendrin viel Gespräche mit ihm, meiner Tochter, meiner Mutter.

Ist halt alles nicht so glatt gelaufen in unserem Leben, etwas krumme Wege gegangen. Das merkt man uns an. Dafür schlagen wir uns aber ganz wacker …

Sanfte Hügel am Neckar

Ich mag ja am Odenwald die sanften Hügel – im Gegensatz zu den wuchtigen Tannen im Schwarzwald und den massiven, geradezu furchteinflößend monumentalen Alpen.

Aber das liegt sicherlich auch daran, dass ich hier groß geworden bin. Am Neckarstrand der „Kurpfälzischen Riveria“.

Vertrauensbruch

Meine Tochter hat etwas echt Krasses getan: Sie hat auf meinem Handy unter meiner Identitat meinem Mann, also ihrem Stiefvater, auf What’s App eine Nachricht geschickt, er könne „morgen nicht kommen“, weil „meine Tochter“ das nicht wolle.

Krass. KRASS. OBERKRASS. Sowas geht ja gar nicht. Sie mag ihn nicht, okay, und sie dachte, er kommt erst am Wochenende, okay.

Aber an mein Handy zu gehen und sowas, nee.

Habe ich ihr auch gesagt und Passwort geändert.

Wir ziehen nicht zusammen, unter anderem, weil es zwischen den beiden nicht läuft. Aber mehr Zugeständnisse sind nicht drin. Er geht ihr aus dem Weg und sie ihm, so gut es geht, nachdem sie festgestellt haben, es passt nicht. Sie finden sich gegenseitig anstrengend … Aber letztlich ist es MEIN Partner.