Ich kann inzwischen gut verstehen, … 🐛🐌

… was die Vorteile von Introvertiertheit sind. Allerdings gehört das Merkmal Introvertiertheit/Extravertiertheit zu den „Big Five“ der Persönlichkeitseckpfeiler, die einen Charakter ausmachen und laut Forschung praktisch unveränderbar sind.

Schade eigentlich. Ich wäre manchmal wirklich gerne introvertiert. Man ist weniger exponiert, hat seine Ruhe, ist wenig durchschaubar und damit in der Regel aus der Schusslinie bei Konflikten und man ist für viele sogar eine interessante, weil rätselhafte Persönlichkeit.

Ich dagegen bin oft mitten innerhalb der Konflikte oder sonstwie auf der Bühne des Geschehens, sage häufig offen, was ich denke, oder man merkt mir es an.

Aber manchmal wäre ich gerne einfach jemand, der ein ruhigeres Leben hat. Es gibt eben Phasen im Leben, da ist man mit dem Innen so beschäftigt, dass man sich aus dem Außen etwas zurückziehen muss … Wenn das Innere schon so bewegt ist, braucht man an der Außenfront Ruhe. Muss man sich ein wenig verpuppen, wie die Raupe, bevor sie den nächsten Entwicklungsschritt macht. Und genau das mache ich zur Zeit …

Was mir meine Eltern mitgegeben haben 👨‍👩‍👧

… sind Dinge, für die ich heute noch dankbar bin.

Es handelt sich um Überzeugungen, die mir in düsteren Zeiten definitiv weitergeholfen haben:

  1. Bewahre Haltung und zeige Rückrat.
  2. Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.
  3. Essen hält Leib und Seele beisammen.

Tja, jetzt wisst ihr also, was dazu beigetragen hat, dass ich unter anderem Selbstbewusstsein, Tatkraft, Optimismus und Freude am Essen zu meinen Eigenschaften zählen kann. 😉

In meinem Arm 🤱🏻

… und ihre Hand fest in meiner ist meine Tochter gestern eingeschlafen. Sie ist zu mir ins Bett gekrochen, weil sie immer noch nicht fit ist und mir war gestern Abend auch elend: Kopfweh, Übelkeit, prämenstruelles Unwohlsein halt.

Und so beruhigten und trösteten wir uns gegenseitig einfach durch unseren Körperkontakt. Wie schon, als sie noch ein Baby und Kleinkind war. Es fasziniert mich immer wieder, wie gut das funktioniert. Wunderschön ist das. Ein Wunder der Natur und des Menschseins.

Wieder mal Vollmond 🌕

Bin wieder mal hellwach. Sitze jetzt am Schreibtisch, trinke Schwarztee mit Mandelmilch und sinniere über mein Leben und erledige gleich noch ein bisschen Schulkram.

Ich bin auch, wenn es nicht Vollmond hat, öfters schlaflos und jemand, dem es nichts bringt, im Bett liegenzubleiben, weil der Körper angeblich die Ruhe braucht. Ich bin seit Drei wach und stehe jetzt auf. Das hat sich bei mir bewährt.

Ich korrigiere, lese, mache den Haushalt, schreibe Tagebuch -whatever.

Oft werde ich dann doch noch müde und lege mich nochmal ein halbes Stündchen hin oder ich mache später am Tag ein Nickerchen.

Wieder am Start 🎽

… sind wir seid gestern. Läuft gut bisher, bis auf dass meine Tochter sich einen dubiosen Infekt eingefangen hat und aussieht wie ein Zombie aus Michael Jacksons Video zu Thriller. Morgen gehen wir mal zum Arzt.

Ich habe heute und gestern wieder festgestellt, dass ich sehr nette Klassen habe und mir mein Job wirklich viel Freude macht.

Ansonsten muss ich die nächsten vier Wochen eigentlich jede freie Minute an den Schreibtisch und korrigieren, da die Zeugnisse vor der Tür stehen. Ich lasse noch drei Klassenarbeiten schreiben und eine Klausur habe ich in den Ferien nicht geschafft zu korrigieren, weil ich erst ab dem neuen Jahr wieder am Schreibtisch saß und mir eine Woche Auszeit gegönnt habe.

Aber das war es wert: Es war herrlich, mal ein paar Tage den Kopf frei zu kriegen, zu lesen, sich der Familie zu widmen, Leute zu treffen und die Wohnung weiter heimelig zu machen.

In meiner beruflichen Anfangszeit habe ich die Ferien oft durchkorrigiert, weil ich im regulären Betrieb gar nicht dazu kam, weil ich noch so viel Zeit in die Unterrichtsvorbereitung investieren musste. Da kam ich dann am ersten Schultag nach den Ferien oft mit Ringen unter den Augen an und die Schüler wunderten sich, wie man nach den Ferien so fertig sein konnte. Einmal bin ich auch in dieser Zeit abends am Schreibtisch über einer Klausur eingeschlafen und mitten in der Nacht hochgeschreckt.

Inzwischen geht mir die Arbeit nach 20 Jahren Erfahrung zum Glück leichter von der Hand und achte ich auch mehr auf meine Gesundheit. Ich will den Beruf schließlich noch 20 Jahre machen.

Veränderung 🐛

Ich bin ein Fan von sanften Übergängen, von einer gleichsam organisch wachsenden Veränderung.

Ich glaube sehr daran, dass Menschen, Entscheidungen, Prozesse ihre Zeit brauchen, vor allem, wenn man eine nachhaltige Veränderung erreichen will.

Das sehe ich an mir selbst, an meinen Kindern, meinen Schülern und an dem Lauf der Geschichte.