Vier Tage Regeneration – eine Auswertung

Der Abend des verlängerten Wochenendes naht. Zeit, ein Fazit zu ziehen, was basische Diät und Entspannung gebracht haben.

Was es bewirkt hat:

Hurra, die Beinschmerzen sind weg.

Die Verdauung funktioniert wieder.

Die draufgefutterten Stresskilos sind bis auf eins weg. (Das heißt, zwei Kilo sind runter.)

Ich bin ruhiger und gleichzeitig tatkräftiger.

Was ich beibehalten will:

Vorwiegend basisch ernähren, d.h. viel Gemüse, Obst, Kräutertee. Wenig Fleisch, tierische Fette, Kaffee, Alkohol.

Wieder regelmäßig Tagebuch schreiben.

Ab und an bewusst klassische Musik hören.

Wieder mehr lesen.

Öfter zurückziehen.

Wieder mal mein altes Thema: Nähe und Distanz

Ich weiß nicht, ob jemand von euch das nachvollziehen kann. Ich verbringe lieber Zeit mit anderen, wenn ich gut drauf bin, wenn es mir gutgeht, ich, wie mein Papa sagen würde, „aufgeräumt“ bin.

Wenn ich unter Stress bin, habe ich das starke Bedürfnis, mich zurückzuziehen. Viele Kollegen und auch Freunde von mir sind da ganz anders: Sie erzählen allen von dem Druck, unter dem sie stehen, wollen Ratschläge oder aber meistens nur sich einfach mal ausheulen, Verständnis finden, Ablenkung suchen, was auch immer.

Wie ich in den letzten Wochen wieder feststellen musste, ticke ich völlig anders: Ich muss mich unter Stress auf mich selbst konzentrieren, meine Kräfte bündeln. Meine Energien bei mir behalten.

Dadurch entsteht zwangsläufig ein Ungleichgewicht: Bei mir weinen sich viele Menschen aus, lassen ihr zerrüttetes Selbstbewusstsein aufrichten, ihre Energien aufladen, was auch immer. Ich dagegen helfe mir meistens am besten selbst.

Die einzigen, die mich im Stress nicht nerven, sind meine Kinder und mein Mann. Sie sind gewissermaßen ja auch ein Teil von mir und sie können mich auch in Extremsituationen einfach nehmen, wie ich bin: ob in totaler Rage, als Häufchen Elend oder am Rande des Nervenzusammenbruchs…

„Auf einem toten Pferd kann man nicht reiten“

… heißt es so schön. Manchmal merkt man noch nicht, dass etwas zu Ende ist, aber es ist dennoch unwiderruflich vorbei.

Das gilt für Beziehungen, Lebenskonzepte und Lebensphasen.

Gerade in der Lebensmitte – aber sicher auch nach Beendung der Schule oder mit dem Eintritt ins Rentenalter – häufen sich die Abschiede und die Neuanfänge.

Jetzt gilt es, an dem Vergangenem nicht krampfhaft festzuhalten, um nicht sein eigener Zombie zu werden. (Wir alle kennen solche Zombies…)

Vielmehr will ich versuchen, das Neue je nach Situation neugierig, mutig oder gelassen zu begrüßen.

Ein paar Gedanken über Wege zur Regeneration

Jeder regeneriert sich anders, bei mir kommt es auch sehr darauf an, von was ich mich erholen muss.

Wenn ich mich von viel beruflichem und privatem Stress erholen will, mache ich das gerne bei einem guten und üppigen Essen und ein, zwei Gläsern Chardonnay und sehr gerne mit Freunden.

Ich bin jetzt aber in einem Stadium, wo ich mich sozusagen von eben dieser Art der Belohnungsstrategie wieder erholen muss.

Dafür ist weniger mehr. Weniger Leute, weniger Essen, weniger Alkohol, weniger Kaffee. Mehr Ruhe, frische Luft, Bewegung, mehr Musik, Lesen, Tagebuch schreiben, mehr bewusste Ernãherung.

Außerdem im Programm: Aromamassageöle benutzen, Raum für Licht und Luft in der Wohnung schaffen, zum Beispiel Flur entleeren, dass wieder Energie fließen kann, aufgeräumter Wohnzimmer-Tisch mit Kerzen, frische Blumensträuße in der Wohnung verteilen. Im Stress stopfe ich sowohl mich als auch die Wohnung zu…

Vier Tage Körper und Seele entgiften und auftanken

… das ist mein Plan bis Sonntag und bisher läuft es gut.

Ich mache eine basische Diät zum Entsäuern, bin viel draußen, gönne mir viel Ruhe und Zeit zum Entspannen. Gestern war ich in einem sehr schönen Konzert der Carmina Burana und sowieso habe ich ein für mich ungewöhnliches Bedürfnis nach klassischer Musik, Beethovens Mondscheinsonate zum Beispiel.

Es war einfach alles ein bisschen viel in letzter Zeit und ich muss körperlich und seelisch neue Kraft und Energie tanken.