Eine Autopanne 🚘😣

… war gestern der krönende Abschluss eines Heidelberg-Trips der insgesamt weniger entspannt war, als erwartet.

Es fing schon auf dem Hinweg damit an, dass ich wegen etlicher Baustellen im Stau stand und die Leute wegen Hitze, Stau, Termindruck oder einfach nur weil entsprechender Charakter megaagressiv fuhren.

Als ich ankam, sagte ich dann auch spontan zu meiner Freundin, dass mich keine zehn Pferde dazu kriegen, das Freitag nochmal durchzustehen, und wir das Treffen mit einer Kollegin daher verschieben müssten.

Bald kam eine weitere Freundin bullerbümäßig mit Fahrrad und zwei entzückenden Kindern an. Wir stürzten uns im „Red“, einem vegetarischen Restaurant, aufs Buffet und schaufelten uns die Teller mit Köstlichkeiten voll.

Das Essen war lecker, aber die Gespräche zeigten leider, dass wir alle drei noch nicht vom Job abgeschaltet haben, und wir kochten unseren Groll gegenseitig hoch.

Auf dem Rückweg stand ich wieder im Stau und reflektierte unser Treffen und beschloss: keine Fahrten nach HD vorerst und keine Treffen mit Kolleginnen. Will mich ja von Schule erholen, dafür brauche ich Abstand.

Irgendwann war kein Stau mehr und ich fuhr befreit – bis nichts mehr ging. Reifen platt. Mir war schlecht von der Hitze, ich kriegte die Bodenklappe, wo ich mein Warndreieck vermute, nicht auf, meine Tochter snapte mich besorgt an und ich hätte heulen können.

Der ADAC mit einem sehr netten Fahrer befreite mich (leider erst nach 2 Stunden) aus meiner misslichen Lage und gratulierte mir, ich hätte mir ein schönes Plätzchen für meine Panne ausgesucht. Tatsächlich gab es Schatten durch Bäume und ich hatte sogar einen Sechserpack Wasser dabei, den ich nach dem morgendlichen Einkaufen nicht mit hochschleppen hatte wollen, weil ich eh so bepackt war.

Der reizende Mensch fuhr mich nach Hause und mein Auto zur Werkstatt. Ich sprang unter die Dusche und hatte mit meiner Tochter und einer Freundin aus dem Dorf noch einen sehr netten Abend nach diesem aufreibenden Tag.

Die Kunst des Ausruhens ☁️

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„Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens.“

(Heinz Bude, Soziologe)

Das habe ich schon früh gelernt, haben mir meine Eltern so beigebracht.

Ich konnte schon als Kind wunderbar abhängen, abschalten, tagträumen und kann es auch heute. Und dann wieder frohgemut was schaffen.

Leider habe ich das Gefühl, das vielen meiner Schüler diese Balance fehlt: Entweder hängen sie nur ab oder sie stressen sich nur.