Wie man sich einen mentalen Schutzmantel schafft

Piri hat gefragt, wie das geht, und vielleicht interessiert das noch mehr von euch: Ein mentaler Schutzmantel dient dazu, Angriffe von außen abzuwehren und in seiner eigenen Kraft zu bleiben.

Ich habe die Technik in der Systeliosklinik gelernt, wo sie mich nach der Trennung aufgepäppelt haben. In meinem Fall ging es darum, die Angriffe meines Exmanns abzuwehren, der mir jedes Wochenende die Kinder vorbeibrachte und dabei gekränkt, verlassen worden zu sein, allerlei Gemeinheiten auf mich losließ.

Und so geht es: Man stellt sich einen langen Schutzmantel vor. So in märchenhaftem Stil. Man überlegt sich ein Material, eine Farbe und was er kann. In meinem Fall ein safrangelber Samtmantel mit hochgestelltem Kragen, der mich warm hält und Licht, Heiterkeit und Gelassenheit ausstrahlt und negative Energie von außen abprallen lässt. Da das in der Musiktherapie war, wurde dieser Mantel noch mit Instrumentalklängen verankert.

Ich habe es beim nächsten Treffen mit meinem Ex ausprobiert und tatsächlich sind die damals von ihm üblichen Sticheleien und Beleidigungen an diesem Mantel abgeprallt.

Auch heute ziehe ich diesen Mantel in Krisenzeiten noch an.

Wieder mal mein altes Thema: Nähe und Distanz

Ich weiß nicht, ob jemand von euch das nachvollziehen kann. Ich verbringe lieber Zeit mit anderen, wenn ich gut drauf bin, wenn es mir gutgeht, ich, wie mein Papa sagen würde, „aufgeräumt“ bin.

Wenn ich unter Stress bin, habe ich das starke Bedürfnis, mich zurückzuziehen. Viele Kollegen und auch Freunde von mir sind da ganz anders: Sie erzählen allen von dem Druck, unter dem sie stehen, wollen Ratschläge oder aber meistens nur sich einfach mal ausheulen, Verständnis finden, Ablenkung suchen, was auch immer.

Wie ich in den letzten Wochen wieder feststellen musste, ticke ich völlig anders: Ich muss mich unter Stress auf mich selbst konzentrieren, meine Kräfte bündeln. Meine Energien bei mir behalten.

Dadurch entsteht zwangsläufig ein Ungleichgewicht: Bei mir weinen sich viele Menschen aus, lassen ihr zerrüttetes Selbstbewusstsein aufrichten, ihre Energien aufladen, was auch immer. Ich dagegen helfe mir meistens am besten selbst.

Die einzigen, die mich im Stress nicht nerven, sind meine Kinder und mein Mann. Sie sind gewissermaßen ja auch ein Teil von mir und sie können mich auch in Extremsituationen einfach nehmen, wie ich bin: ob in totaler Rage, als Häufchen Elend oder am Rande des Nervenzusammenbruchs…

Falsche Fröhlichkeit

(Quelle: istockphoto.com)

Manche Menschen strahlen, aus was für Gründen auch immer, eine dermaßen falsche und aufgesetzte Fröhlichkeit aus, dass sich mir buchstäblich die Nackenhaare sträuben.

Kann ich gar nichts dagegen machen, ist eine körperliche Abwehrreaktion. Instinkt gewissermaßen. Ich muss dann schauen, dass ich bei mir bleibe. Gestern im Chor habe ich diese unguten Energien zweier Personen mit mehrmaligem Ausstreichen über meine Arme versucht loszuwerden. Auch habe ich mich bemüht, mich auf die „wahrhaftigen“ Menschen im Chor zu konzentrieren.

Obwohl wir danach noch gemütlich beisammen saßen und ich noch ein paar gute Gespräche hatte, musste ich früh aufbrechen, weil ich gemerkt habe, dass ich erschöpft war. Die Abwehr der unguten Energien hatte mich Kraft gekostet. Im Job geht es mir an manchen Tagen auch so. Dabei finde ich aufgesetzte Heiterkeit energetisch genauso anstrengend wie offen gezeigte schlechte Laune. Vermutlich weil es faktisch ja eine „maskierte“ negative Energie ist. Und vielleicht auch, weil ich die Anstrengung spüre, die es mein Gegenüber kostet, diesen Zustand aufrechtzuerhalten…

Süßes Nichtstun 🌞

dav

… heißt es für uns die nächsten zwei Wochen. Ich muss zwar ein bisschen korrigieren und meine Tochter ein Referat vorbereiten. Aber trotzdem: ausschlafen, rumgammeln, Freunde treffen und chillaxen. Herrlich. Und Kraft sammeln für die harte Phase, die nach den Ferien kommt.

Wer sich nicht regeneriert, macht irgendwann schlapp. Und kann dann nicht nur nicht mehr arbeiten, sondern hat auch keine Energie mehr für die schönen Dinge. Und das wäre ja nun wirklich schade…

Mein Frühlingswald 🌳🌲

dav

Ich war gestern zum ersten Mal joggen dieses Jahr, mein Sohn hat mich animiert. Er musste allerdings immer warten auf mich. 😜

War sehr nett. Haben gequatscht, das Laufen und den Wald genossen. Ich mag das sehr und freue mich wirklich, dass ich seit Frühjahr 2017 wieder zum Joggen gefundem habe. Macht mir großen Spaß und ich finde ja immer, die Natur gibt einem eine ganz eigene Energie. Und ich bewege mich einfach gerne, stelle ich immer wieder fest. Ob im Fitnessstudio, beim Tanzen oder beim Qi Gong – Bewegung gibt mir einfach Power.

dav