Das ist ja spannend!

Alfred Hitchcock, the master of suspense
(Bild: Wikipedia)

Wie ich heute in einem Kommentar auf „Mias Anker“ bereits ausführte, habe ich gestern für mich beschlossen, wenn mich eine Situation oder Person stresst oder nervt, laut zu sagen: „Das ist ja spannend!“

Das ist für mich ein rundum positiver Satz, den ich hier auch schon öfters für Beiträge auf anderen Blogs verwendet habe, die ich spannend, im Sinne von interessant fand.

Diese positive Besetzung werde ich nun versuchen, mir zunutze zu machen, wenn ich mal wieder an einer Situation oder meinen Mitmenschen verzweifle. Damit wird etwas Negatives in eine Herausforderung oder einen interessanten Betrachtungsgegenstand umgedeutet:

Meine Mutter sagt nun allen Leuten unaufgefordert „die Wahrheit“, kündigt ihrer Putzfrau, mit der sie angeblich befreundet war, und droht meinem Vater, auf Kur zu gehen, und sich einen Hallodri anzulachen – das ist ja spannend!

Menschen in meinem Kollegium, die fragwürdige Charaktereigenschaften und/oder Kompetenzen haben, bewerben sich für Führungspositionen – das ist ja spannend!

Meine Freundinnen und ich stellen fest, dass man es plötzlich deutlich sieht und merkt, dass wir älter werden – das ist ja spannend!

Ich bin gespannt, ob mich dieser Kniff entspannter und optimistischer werden lässt.

Mach dich locker, Baby!

„Perfektion ist auch keine Lösung.“

(Natalie Knapp, Philosophin, in: „50 kluge Gedanken, die Kopf und Herz öffnen, Beiheft zu “ Brigitte“ 3/2019)

Natürlich sollte man seine Aufgaben gewissenhaft erledigen. Aber man sollte es eben nicht übertreiben, man muss nicht 120 Prozent geben, nicht mal 100 – 80 Prozent reichen in der Regel.

Wenn man alles mit dem Anspruch macht, perfekt zu sein, setzt man sich nicht nur selbst unter Druck, sondern geht auch seinen Mitmenschen oft mächtig auf die Nerven.

Eine gewisse Lockerheit entspannt das Klima enorm, beruflich und privat.

Oder wie der Enkel in dem genialen Film „Willkommen bei den Hartmanns“ mit seiner Band rappt: „Chill mal dein Gesicht, Mann, komm mal runter!“

PS: „Philosophin“, was für eine coole Berufsbezeichnung, verdient die damit wirklich Geld? Neid!