Trost

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„Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürcht ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“

Wie oft habe ich diese Verse schon innerlich gesagt, wenn ich verzweifelt war und sie haben immer geholfen. Und wenn es nur ist, weil der Puls langsamer wird. Aber natürlich ist es auch eine magische Formel. Die wirkt, weil man daran glaubt. Ich jedenfalls spüre, dass ich nicht allein bin und das spendet mir Trost.

 

Wenn…

Wenn du schon so oft verletzt wurdest, hast du große Angst, dass es noch einmal passiert. 

Und dann baust du eine Mauer um dich herum und schaust vorsichtig hinter ihr hervor. 

Fasst schließlich Vertrauen zu jemand, der dir vertrauenswürdig erscheint. 

Baust die Mauer Stück für Stück ab und gehst kleine Schritte auf ihn zu. 

Fühlst dich irgendwann sicher, bis eine Bemerkung kommt oder zwei oder drei. 

Und dann weißt du nicht, ob es ein Fehler war, die Mauer abzubauen, aber du weißt, wenn du noch mal verletzt wirst, wird es ewig dauern, bis es heilt, bis du es wieder versuchst.

Du weißt nicht mal, ob du überempfindlich bist oder einfach nicht selbstbewusst genug. 

Du weißt auch nicht, ob du es ansprechen kannst. 

Darum machst du nichts und wartest und hoffst auf die Kraft der Liebe.

Von der du weißt, dass sie wächst mit der Zeit. Bisher war es in dieser Beziehung so. 

Vielleicht bist du auch einfach dumm…