Meine kleinen Weisheiten (21)

„Manche Menschen sind vielleicht im intellektuellen Sinne nicht besonders gebildet, besitzen aber etwas, was mir mit den Jahren immer wichtiger wird: Herzensbildung.“

(Wechselweib, 3. Mai 2019)

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Der Snobismus von einigen Intellektuellen, seien es nun Politiker oder Menschen aus meinem Umfeld, gegenüber den sogenannten „einfachen Leuten“ geht mir daher zunehmend auf die Nerven.

Mal was ganz Persönliches – Einige Worte über meinen Glauben

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Mein Liebster sagt immer, Glauben ist „eine ganz persönliche Sache“ – und da hat er Recht. Oft habe ich den Eindruck, es ist in unserer Gesellschaft weniger tabuisiert, über Sex zu reden als über den Glauben, wobei das sicher immer vom konkreten Umfeld abhängt.

Ich jedenfalls glaube an Gott. So einfach ist das. Ein sehr guter Schüler aus meinem Neigungsfach Gemeinschaftskunde kann das immer gar nicht glauben, dass eine so aufgeklärte, intellektuelle Frau wie ich an Gott glaubt und auch noch offen dazu steht. Aber so ist es. Ich argumentiere dann immer, dass es genauso vernünftig ist, an Gott zu glauben, wie es nicht zu tun. Der Naturwissenschaftler Einstein, der mit gewissen Recht als „aufgeklärt“ gelten darf, sah zum Beispiel in den Gesetzen des Universums gerade eine Bestätigung für Gott!

Was soll ich sagen? Ich glaube einfach an Gott. Im meiner Jugend war ich mehr bei den Agnostikern, denn Zweifeln ist als Jugendlicher normal. Aber im Laufe meines Lebens habe ich die Gegenwart Gottes erfahren, so schwülstig das jetzt klingen mag: Ich habe gespürt, dass da jemand ist, der mich begleitet. Oder, wie Margot Käßmann mal gesagt hat: „Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.“ Das empfinde ich als ungeheuer tröstlich.