In meinem Arm 🤱🏻

… und ihre Hand fest in meiner ist meine Tochter gestern eingeschlafen. Sie ist zu mir ins Bett gekrochen, weil sie immer noch nicht fit ist und mir war gestern Abend auch elend: Kopfweh, Übelkeit, prämenstruelles Unwohlsein halt.

Und so beruhigten und trösteten wir uns gegenseitig einfach durch unseren Körperkontakt. Wie schon, als sie noch ein Baby und Kleinkind war. Es fasziniert mich immer wieder, wie gut das funktioniert. Wunderschön ist das. Ein Wunder der Natur und des Menschseins.

Die Wechselfälle des Lebens ♠️♥️♣️♦️

… kann man besonders gut an den Leuten aus meiner Abiklasse sehen.

Von den Berufen hätte man das vorhersehen können. Viele Lehrer, Ärzte, ein Unternehmer, ein Puppenspieler (nicht üblich, aber passt total gut), eine Yogalehrerin (auch keine Überraschung, wenn man die Person kennt).

Überraschend dagegen, wie das Privatleben einiger gelaufen ist. Klar, inzwischen sind viele geschieden, getrennt usw. Viele haben die üblichen zwei Kinder. Aber einige, die ich als absolute Familienmenschen eingestuft hatte, sind kinderlos, teilweise auch ohne Partner. Da sieht man mal wieder …

Ja, was eigentlich? Dass ich keine Menschenkenntnis habe? Dass man das Leben nicht planen kann? Dass man auch ohne Kinder und Partner glücklich werden kann? (Genau wie mit beidem auch unglücklich …)

Für mich ist ausschlaggebend, dass die Menschen, die ich früher als „Glückskinder“ bewundert habe, mir gar nicht mehr als solche erscheinen. Teils haben sie herbe Schicksalsschläge erlitten, teils sind sie schlecht gealtert (auch mental), teils führen sie ein überraschend langweiliges Leben.

Das war aus meiner Sicht alles nicht vorhersehbar und das ist gleichermaßen beunruhigend wie auch beruhigend, wenn ich mir zum Beispiel meine eigenen Kinder angucke. Die Karten werden immer wieder neu gemischt im Leben. Und man muss halt auch spielen, mit dem Blatt, was man hat.

Der sogenannte gute Ruf

Wenn einem der eigene Ruf wichtiger ist, als das Wohlergehen der Mitmenschen und sogar der eigenen Familienmitglieder, darf man sich nicht wundern, wenn einem keiner mehr vertraut, die eigenen Kinder inklusive.

Mich schrecken solche Menschen jedenfalls total ab…

Die große Liebe🌹

(Dieses Bild hat mir mein Sohn mal vor Jahren zum Muttertag gemalt.)

Schon als kleines Mädchen träumen die meisten Frauen von der großen Liebe… Ich auch. Befeuert durch Märchen, Hollywoodfilme und Bücher. Die große Liebe, so wird weithin suggeriert, gibt dem Leben erst seinen Sinn.

Jetzt, mit Mitte 40, kann ich feststellen, dass das in dieser Absolutheit natürlich Quatsch ist! Das wäre ja sonst auch furchtbar: NATÜRLICH kann man auch ohne Partner ein sehr schönes und erfülltes Leben führen. Das sollte man sich gerade als Frau immer bewusst machen. Auf jeden Fall ein sehr viel besseres und glücklicheres, als in einer Beziehung an der man nur aus Angst vor Einsamkeit festhält.

Das alles konnte ich am eigenen Leib feststellen. Aber seit anderthalb Jahren weiß ich eben auch: Yes, the big love exists! Grande amoure! Grand amour ! Da musste ich ein halbes Leben, eine Ehe, zwei Geburten und fünf depressive Phasen hinter mich bringen, um meine frisch erworbene zynische Haltung zum Thema „große Liebe“ abzulegen.

Denn nun, mit meinem Schatz, erlebe ich genau das, was ich jedem mindestens einmal im Leben wünsche (Vorsicht, Kitsch, aber wahr): Man guckt den anderen an und das Herz wird zum Bersten voll mit Liebe. Dieses Gefühl habe ich auch beim Betrachten meiner Kinder. Als ich das zum ersten Mal in meiner ersten Ehe beim Anblick meines Sohns empfunden habe, war mir plötzlich klar, dass ich meinen damaligen Mann zwar mochte, aber das Liebe etwas anderes, viel Größeres ist.

Wenn ich jetzt meinen Liebsten angucke, kann ich aus vollstem Herzen sagen, ja, er ist meine große Liebe. Er ist schön, sexy, klug, charmant, entspannt und witzig. (Vermutlich hat er auch Fehler, aber ich auch, oh ja!) Wie ihr schon merkt, bin ich immer noch sehr verliebt und das nach immerhin schon anderthalb Jahren Beziehung. Ich bin sehr sehr glücklich mit ihm und merke, dass sich das Verliebtsein langsam in etwas Tieferes verwandelt – in Liebe.

Drei Leuchttürme🗼🗼🗼

nor

Heute kam ich fix und fertig von der Arbeit nach Hause und hätte grad losheulen können, so am Ende war ich. Blöde unbedachte Bemerkungen von meinem Abi-Kurs, quälender Nachmittagsunterricht und danach noch ein Gespräch als Mentorin. Dazu noch die Erkältung und Kollegen, die teilweise aus 1000 m Entfernung Stress ausstrahlen.

Meine drei Leuchttürme retteten mich.

Mein Schatz, der auf What’s App meinte, es gäbe „so Tage“ und er hätte sie zur Zeit leider oft, weshalb er mich versteht. (Dabei ist er immer so süß und nie launisch oder so.) Man denkt ja immer, man sei ein Waschlappen, wenn man so durchhängt, dabei ist man halt einfach ein Mensch. Ab Freitag sehen wir uns ein paar Tage und bauen uns gegenseitig auf.

Mein Sohn, der meinte, dass er froh ist, dass er mich als Mutter hat, weil ich so offen sei und man mit mir über alles reden könne.

Meine Tochter, mit der ich in ihrem Bett eine Stunde lang quatschte und rumalberte.

Was haben diese Leuchttürme heute meinen Tag erhellt! Ein Glück, dass ich sie habe.

Gggggr, manchmal ist Patchwork Scheiße!

(Mein Knuddelkissen)

Liege wach und rege mich auf. Über meinen bei der Feriengestaltung unflexiblen Exmann, meine pubertierende Tochter, die Drama macht, weil sie meinen neuen Partner angeblich „hasst“. (Worauf ich sage, ich liebe ihn nunmal und immerhin wohnt er nicht bei uns.) Über mich selbst, weil ich wieder mal der Depp bin, weil aus ein paar romantischen Tagen zu Zweit nix wird. (Meine Tochter würde freilich sagen, sie ist auch der Depp…)

Andererseits ist es in „normalen“ Familien auch oft Scheiße.

Und ich habe wenigstens noch romantische Stunden mit meinem Schatz. Das kann auch nicht jeder von sich sagen. Und bisher war auch immer meine Tochter da. Zieht sich halt mehr oder weniger genervt zurück. Und verweigert „Familienausflüge“ meist standhaft. Ist ja auch ne Große.

Wieder mal verstehe ich alle und mich versteht keiner. (Heul, jammer, schnaub, fauch. Entschuldigt, es gibt so Momente…) Aber so fühlen sich Mütter in Standardfamilien auch oft. Das weiß ich nur zu gut…

Und meine Tochter hatte sich vorm Schlafengehen längst wieder beruhigt und Witze über ihren Stiefvater gerissen. Nur ich liege hier wach… Knurr.

Familie…

(Quelle: 🌍 welt)

Habe mit meinen Kindern gestern geweint und gelacht. Je älter sie werden, umso inniger wird das Verhältnis. Pubertät hin oder her. Inzwischen schätze ich sie auch als Ratgeber. Und sie mich immer noch. Trotzdem ist es manchmal natürlich anstrengend. Aber die Basis stimmt. Und wir stützen uns gegenseitig, das ist mir gestern noch mal sehr bewusst geworden.