Laut lachen

… musste ich, als ich mir den Film „Die Sch’tis in Paris“ angeguckt habe. Ein Designer, der seine Familie aus der Provinz im Norden immer verleugnet hat, wird mit dieser konfrontiert und erleidet nach einem Unfall Amnesie, woraufhin all das gestelzte Pariser Getue von ihm abfällt.

Der nordfranzösische Akzent wurde fürs Deutsche kongenial als eine Art Lispeln synchronisiert.

Wie die Pariser Oberschicht, die auf den unbequemen Designermöbeln sitzt, humpelt, weil sie Ischiasprobleme hat …

Wie das Ehepaar verloren in seiner Designerküche umherirrt und nichts findet ohne seine Haushaltshilfe Olga …

Wie die Ehefrau des Protagonisten Sch‘ ti lernt, um ihn besser zu verstehen …

Pierre Richard, der den Vater spielt, und am Ende seiner Frau einen hinreißenden Liebessong zum 81. Geburtstag singt, der sehr explizit von der körperlichen Liebe handelt – auf Sch’ti natürlich …

All das ist einfach köstlich und herzerfrischend. Ein wirklich grandioser Film.

Wie der Phoenix aus der Asche … 🌋🦅🌠

… fühle ich mich. Wie neugeboren nach diesem Wochenende. Manchmal ist es wirklich so einfach: Ein Mensch, der einem umsorgt, Tapetenwechsel, viel frische Luft. Viel Lachen mit dem Liebsten und meinen Eltern.

Mein Schatz macht aus mir einen besseren Menschen bzw. bringt meine guten Seiten zum Vorschein: Wir waren wieder viel am herrlichen Neckar spazieren, haben auf seinen Vorschlag meine Eltern besucht, die sich wahnsinnig gefreut haben und mit denen es sehr lustig war, und er hat mich ermutigt, darauf zu vertrauen, dass meine Tochter ihren Weg macht, und mich ermahnt, gut auf mich zu achten.

Ein Tag voller Glück🐞

Gestern war ein wundervoller Tag, obwohl ich bei der Autofahrt erst befürchtete, ich müsse mich übergeben (Kreislauf, Wetter). Nach einer Cola und einer Schmerztablette ging es mir jedoch besser und wir fuhren nach einem Abstecher in einen türkischen Supermarkt, wo wir Köfte (Hackfleisch), Putenspieße und Fladenbrot kauften, weiter zu meinem Papa. Er feierte gestern mit uns seinen 79. Geburtstag, den man ihm wirklich nicht anmerkt, so gut, wie er aussieht, und so fit, wie er ist. Er schmeißt praktisch den ganzen Haushalt, weil meine Mutter in den letzten Jahren körperlich und psychisch so abgebaut hat.

Neben einer Brecht-Biografie schenkten wir ihm das Geburtstagsessen: Mein Mann, der gebürtig aus Marrakesch stammt, kochte marrokanisch für uns: Hackfleischbällchen in Tomatensoße, Putenspieße und einen bunten Salat. Meine Eltern lieben das Essen von ihrem neuen Schwiegersohn und mein Sohn hilft ihm immer beim Schnippeln.

Nach anfänglich etwas gespannter Atmosphäre, weil meine Mutter, obgleich eigentlich nicht die Hauptperson bei der Feier, gewohnt divenhaft mal wieder das Gespräch an sich riss, wurde die Stimmung nach dem guten Essen bald entspannter. Wir rissen Witze darüber, dass meine Mama der Chef im Haus ist, und meine Mutter, die durchaus über sich selbst lachen kann (eine sehr löbliche Eigenschaft), lachte herzlich darüber. Mein Vater sowieso. Mein Mann, der meine Eltern reizend findet, sprang meiner Mutter charmant zur Seite und freute sich, in so eine nette, wenn auch leicht verrückte Familie eingeheiratet zu haben. Meine Tochter zog es vor, mit Migräne und Menses zu Hause zu bleiben und mein Sohn gab sein anfängliches Genervtsein bald auf und musste bei unseren Anekdoten und Neckereien mitlachen.

Diesen Tag rahme ich mir in meinen Erinnerungen ein und denke daran, wenn meine Mutter mal wieder eine schlimme Phase hat oder mein Vater mal wieder sagt, manchmal glaube er, er schaffe es nicht mehr mit ihr…

Das gehört wohl dazu – die Lebensmitte als zweite Pubertät

(Quelle: pixabay)

Was soll ich sagen: Manchmal fühle ich mich jetzt wie in der zweiten Pubertät. Zum Glück sind meine Kinder gerade in der ersten und verstehen mich deshalb gut.

Zwischen Höhenflug und Tal der Verzweiflung, Lachkrampf und Heulanfall liegen oft nur wenige Momente. Man/frau ist eben einfach dünnhäutiger.

Gleichzeitig erlebt man alles viel intensiver, wodurch das Leben nicht mehr so an einem vorbeirauscht, sondern man plötzlich den Eindruck hat: Hey, da passiert ja richtig was! Da geht’s ja voll ab! Und genau so ist es auch.

Eine anstrengende, aber auch wundervolle Zeit.

„Ist heute Vollmond, Frau Lehrerin?“

nor

Heute waren wir sehr gut drauf in der siebten Klasse im Deutsch-Unterricht und ich gebe zu, ich war besonders quatschköpfig unterwegs. Plötzlich fragte ein Schüler mich unvermittelt: „Ist heute Vollmond?“ Darauf ich: „Wieso wirke ich so?“ und bekam einen totalen Lachanfall und die Klasse dann auch. Ich liebe so Momente!

Familie…

(Quelle: 🌍 welt)

Habe mit meinen Kindern gestern geweint und gelacht. Je älter sie werden, umso inniger wird das Verhältnis. Pubertät hin oder her. Inzwischen schätze ich sie auch als Ratgeber. Und sie mich immer noch. Trotzdem ist es manchmal natürlich anstrengend. Aber die Basis stimmt. Und wir stützen uns gegenseitig, das ist mir gestern noch mal sehr bewusst geworden.