„Man kann nicht alles haben!“

… heißt es oft beschwichtigend.

Das stimmt einerseits natürlich und ist eine kluge Aussage, wenn sie darauf aufmerksam machen soll, dass der Mensch immer das haben will, was er gerade nicht hat. Der Single Ehe mit Kindern, die Familienmutter die Freiheit des Singles usw.

Andererseits kann das auch eine gefährliche Aussage sein, dann nämlich, wenn damit eine innere Stimme zum Schweigen gebracht werden soll, die einem darauf aufmerksam machen will, dass man in einem Bereich seines Lebens anhaltend unglücklich ist. Sei es der Job, die Beziehung oder der Wohnort.

Diese Stimme sollte man besser nicht zum Schweigen bringen. Sonst wird man auf Dauer seelisch und körperlich krank.

Ich weiß das so genau, weil ich diese Stimme jahrelang ignoriert hatte. Bis es nicht mehr ging. Ich dachte, mir steht ein Beziehungsglück eben nicht zu und ich habe ja „alles“: schönes Haus, treuen Mann, tollen Job, gesunde Kinder. War aber nicht alles: die Liebe hat gefehlt seit Jahren. Und ich hatte mich selbst verloren.

Inzwischen habe ich mich selbst wieder gefunden und danach (!) hat auch die Liebe wieder Einzug gefunden in meinem Leben.

Ja, man kann nicht alles haben. Aber für das, was einem wichtig ist, sollte man kämpfen.

Tanz ins Leben 💃🤸‍♀️🌻

Ich streame gerade die Teenie-Serie „Dance Academy“, die ich früher auf KIKA mit meinen Kindern gesehen habe.

Finde sie immer noch sehr gut gemacht, besonders die Reflexionen, die von Tara eingesprochen werden.

Insgesamt ist es eine Ermutigung, sich etwas zu trauen, etwas zu wagen. Es geht um Selbstfindung, Liebe und Freundschaft.

Ehrlich gesagt ist es eine sehr gute Serie auch für Erwachsene.

Ein Wort zur Liebe

Gestern war ich irgendwie sehr dünnhäutig. Leicht zum Ausbruch zu bringen in jeder Hinsicht.

Und da waren zwei Menschen einfach für mich da, mein Sohn und mein Mann. Nahmen mich in den Arm, sagten mir liebe Worte. Besänftigten meine Wut und wischten meine Tränen weg.

Und meine Tochter? Die ist selbst gefangen in ihrer Pubertätskrise… Die besänftige ich…

Ich hatte ja keine Ahnung – Über die Liebe

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Ehrlich, ich hatte keine Ahnung, ich habe das einfach nicht geglaubt, dass Liebe wirklich so sein kann. So erfüllend, so atemberaubend, so glückseligmachend. Ein Verbindung von Seele, Geist und Körper. Eine magische, eine spirituelle Erfahrung. Das Gefühl, sich gegenseitig Heimat zu sein.

Im Nachhinein weiß ich, dass ich meinen ersten Mann in diesem allumfassenden Sinne nicht wirklich geliebt habe. Aber ich wusste einfach nicht, dass das Realität sein kann. Dieser Satz aus dem Buche Salomon: „Sie erkannten sich.“

Ich bin keine Vorzeigemutter – ein etwas peinliches Geständnis

nor

Okay, bringen wir es gleich hinter uns: ich habe keinen langem Atem, kein Durchhaltevermögen, bin null zäh. In unserer sogenannten Leistungsgesellschaft bin ich eine Null. Außerdem habe ich aus Kummer über die totale Pubertäts- und Schul- und Einsamkeitsverzweiflung meiner Tochter gerade gegen den ausdrücklichen Rat meiner Ärztin eine halbe Flasche Weißwein (schlimm!) zu einer Fertigpizza (unverzeihlich!!!), die immerhin vegetarisch und aus dem Hochpreissegment war (Fleißsternchen*), zu mir genommen.

Nunja, meine Tochter hat mir gestern eröffnet, dass sie das Gymnasium total stresst und sie lieber auf die Realschule will. Sie will Zeit zum Chillen haben. Dass sie eine handfeste Gastritis (Magenschleimhautentzündung) hat, erhärtet ihre Argumentation. Ich könnte jetzt sagen, Kind, aber du hast doch den Grips fürs Gymi, aber das wäre nur die halbe Wahrheit, den nötigen Biss und Ehrgeiz wie ihr Bruder hat sie eben nicht.

Und ich, ich habe definitiv nicht den Nerv, das gegen ihren Willen durchziehen. Jetzt ist es raus: als Mutter bin ich… Nunja, ich denke mal je nach Sichtweise ein Totalausfall, gechillt, sensibel… Ich will jedenfalls, dass mein Kind glücklich ist. Und sorry, das Abitur braucht man nicht, um glücklich zu sein. Eine Mutter, die einem liebt und unterstützt, schon.