Vier Tage Regeneration – eine Auswertung

Der Abend des verlängerten Wochenendes naht. Zeit, ein Fazit zu ziehen, was basische Diät und Entspannung gebracht haben.

Was es bewirkt hat:

Hurra, die Beinschmerzen sind weg.

Die Verdauung funktioniert wieder.

Die draufgefutterten Stresskilos sind bis auf eins weg. (Das heißt, zwei Kilo sind runter.)

Ich bin ruhiger und gleichzeitig tatkräftiger.

Was ich beibehalten will:

Vorwiegend basisch ernähren, d.h. viel Gemüse, Obst, Kräutertee. Wenig Fleisch, tierische Fette, Kaffee, Alkohol.

Wieder regelmäßig Tagebuch schreiben.

Ab und an bewusst klassische Musik hören.

Wieder mehr lesen.

Öfter zurückziehen.

Ein paar Gedanken über Wege zur Regeneration

Jeder regeneriert sich anders, bei mir kommt es auch sehr darauf an, von was ich mich erholen muss.

Wenn ich mich von viel beruflichem und privatem Stress erholen will, mache ich das gerne bei einem guten und üppigen Essen und ein, zwei Gläsern Chardonnay und sehr gerne mit Freunden.

Ich bin jetzt aber in einem Stadium, wo ich mich sozusagen von eben dieser Art der Belohnungsstrategie wieder erholen muss.

Dafür ist weniger mehr. Weniger Leute, weniger Essen, weniger Alkohol, weniger Kaffee. Mehr Ruhe, frische Luft, Bewegung, mehr Musik, Lesen, Tagebuch schreiben, mehr bewusste Ernãherung.

Außerdem im Programm: Aromamassageöle benutzen, Raum für Licht und Luft in der Wohnung schaffen, zum Beispiel Flur entleeren, dass wieder Energie fließen kann, aufgeräumter Wohnzimmer-Tisch mit Kerzen, frische Blumensträuße in der Wohnung verteilen. Im Stress stopfe ich sowohl mich als auch die Wohnung zu…

Nähe und Distanz – eine Reflexion über meine Bedürfnisse

nor

Natürlich brauche ich wie jeder Mensch die Nähe zu anderen. Im Allgemeinen gelte ich als aufgeschlossener, offener Mensch, der gerne Kontakte knüpft.

Trotzdem sind mir andere Menschen oft zu viel. Da ich sehr empfänglich für die Energien bin, die andere aussenden, erschöpft es mich, wenn ich (zu) viel mit anderen Menschen zusammen bin. Ich brauche sehr viel Zeit für mich allein, um aufzutanken, mich zu regenerieren.

Mit anderen Familien in Urlaub zu fahren oder im Alter in einer WG zusammenzuwohnen, mag für andere ein Ideal oder gelebte erfüllte Realität sein, für mich kommt es, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, eher nicht in Frage. Als zu anstrengend empfände ich auf Dauer die Temperamente und Launen der anderen, und zu anstrengend wäre es auch für mich, mich dauernd zurückzunehmen.

Da schlägt vermutlich mein Aufwachsen als Einzelkind und meine Freiheitsliebe durch. Ich lebe ja auch mit meinem jetzigen Partner nicht zusammen und finde das okay und habe das Teilen des Alltags in meiner früheren Ehe als Ursache für die sinnfreiesten Streitigkeiten überhaupt erlebt. Nie wieder will ich mich über so einen Quatsch streiten müssen!

Prima klar komme ich in meinem Alltag dagegen mit meiner Tochter, obwohl sie in der gefürchteten Pubertät ist. Warum? Sie ist entspannt, witzig, nicht nachtragend und dabei selbstbewusst, ohne sich selbst übermäßig wichtig zu nehmen. Und sie erträgt mich prima jeden Tag, ohne dass ich großartig die pädagogisch wertvolle Mutter oder überhaupt irgendwas sein muss. Wir sind beide einfach, wie wir sind.

Dieses Einfach-so-Sein geht mit meinem Sohn auch, der allerdings beim Papa wohnt. Und mit meinem Schatz funktioniert das ebenfalls. Wenn sich irgendwann herausstellen sollte, dass es nicht (mehr) so ist, wäre das das Ende der Beziehung. Da gehe ich keine Kompromisse mehr ein.

Süßes Nichtstun 🌞

dav

… heißt es für uns die nächsten zwei Wochen. Ich muss zwar ein bisschen korrigieren und meine Tochter ein Referat vorbereiten. Aber trotzdem: ausschlafen, rumgammeln, Freunde treffen und chillaxen. Herrlich. Und Kraft sammeln für die harte Phase, die nach den Ferien kommt.

Wer sich nicht regeneriert, macht irgendwann schlapp. Und kann dann nicht nur nicht mehr arbeiten, sondern hat auch keine Energie mehr für die schönen Dinge. Und das wäre ja nun wirklich schade…

Take you time – kleine Pausen

nor

Kleine Pausen am Tag bringen ja laut Forschungsergebnissen mehr als unter der Woche durchzupowern und dann am Wochenende völlig platt abzuhängen.

Je gestresster oder erschöpfter ich bin, umso lieber verbringe ich diese Pausen allein…

Wie wichtig für mich solche Pausen sind, habe ich in meinem Job schnell gelernt und als Mutter dann auch nochmal auf andere Weise. Inzwischen verteidige ich diese Pausen auch sehr bestimmt.