Mal was ganz Persönliches – Einige Worte über meinen Glauben

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Mein Liebster sagt immer, Glauben ist „eine ganz persönliche Sache“ – und da hat er Recht. Oft habe ich den Eindruck, es ist in unserer Gesellschaft weniger tabuisiert, über Sex zu reden als über den Glauben, wobei das sicher immer vom konkreten Umfeld abhängt.

Ich jedenfalls glaube an Gott. So einfach ist das. Ein sehr guter Schüler aus meinem Neigungsfach Gemeinschaftskunde kann das immer gar nicht glauben, dass eine so aufgeklärte, intellektuelle Frau wie ich an Gott glaubt und auch noch offen dazu steht. Aber so ist es. Ich argumentiere dann immer, dass es genauso vernünftig ist, an Gott zu glauben, wie es nicht zu tun. Der Naturwissenschaftler Einstein, der mit gewissen Recht als „aufgeklärt“ gelten darf, sah zum Beispiel in den Gesetzen des Universums gerade eine Bestätigung für Gott!

Was soll ich sagen? Ich glaube einfach an Gott. Im meiner Jugend war ich mehr bei den Agnostikern, denn Zweifeln ist als Jugendlicher normal. Aber im Laufe meines Lebens habe ich die Gegenwart Gottes erfahren, so schwülstig das jetzt klingen mag: Ich habe gespürt, dass da jemand ist, der mich begleitet. Oder, wie Margot Käßmann mal gesagt hat: „Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.“ Das empfinde ich als ungeheuer tröstlich.

Drei Leuchttürme🗼🗼🗼

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Heute kam ich fix und fertig von der Arbeit nach Hause und hätte grad losheulen können, so am Ende war ich. Blöde unbedachte Bemerkungen von meinem Abi-Kurs, quälender Nachmittagsunterricht und danach noch ein Gespräch als Mentorin. Dazu noch die Erkältung und Kollegen, die teilweise aus 1000 m Entfernung Stress ausstrahlen.

Meine drei Leuchttürme retteten mich.

Mein Schatz, der auf What’s App meinte, es gäbe „so Tage“ und er hätte sie zur Zeit leider oft, weshalb er mich versteht. (Dabei ist er immer so süß und nie launisch oder so.) Man denkt ja immer, man sei ein Waschlappen, wenn man so durchhängt, dabei ist man halt einfach ein Mensch. Ab Freitag sehen wir uns ein paar Tage und bauen uns gegenseitig auf.

Mein Sohn, der meinte, dass er froh ist, dass er mich als Mutter hat, weil ich so offen sei und man mit mir über alles reden könne.

Meine Tochter, mit der ich in ihrem Bett eine Stunde lang quatschte und rumalberte.

Was haben diese Leuchttürme heute meinen Tag erhellt! Ein Glück, dass ich sie habe.