Die Nerven 😬

… lagen bei mir gestern blank, als ich meiner Vermieterin die alte Wohnung übergeben habe.

Ich hatte am Sonntag mit meinem Sohn wie eine Irre alles geputzt und gewienert, aber natürlich hielt sie sich mit den nicht perfekt geputzten Fenstern auf. Sie hat halt einfach das Meckergen.

Da ich ja schon aufs übliche Gemeckere gewartet hatte, bin ich für meine Verhältnisse leider ziemlich ausgerastet, was nicht dadurch besser wurde, dass sie bei jeder Gelegenheit nochmal mit einer Grundsatzkritik an mir anfing.

Zum Glück war eine Freundin aus dem Dorf dabei, die uns beide beschwichtigte und sich auch in der Rechtslage auskannte, so dass das Ganze dann doch noch einigermaßen glimpflich über die Bühne ging.

Ich bin sehr froh, dass ich da ausgezogen bin. Hatte ja sogar Alpträume von meiner Vermieterin immer wieder. Ich kann sagen, dass ich seit zwei Jahren kein nettes Wort mehr von ihr gehört habe. Als es mir nach der Trennung von meinem Ex-Mann schlecht ging, damals als ich eingezogen bin, war sie nett. Aber glücklich scheine ich für sie nicht ertragen zu sein. Ich glaube ja, sie ist einfach insgesamt ein ziemlich verbitterter Mensch, dem sein ganzer Besitz auch nichts nützt.

Was soll’s, aus und vorbei! Habe jetzt super Wohnung in toller Lage.

Unter dem Dach mit einer alten Hexe

(Zum Abreagieren, war Tipp meiner Ärztin)

Meine Vermieterin ist eine alte Hexe gekreuzt mit einem missmutigen Feldwebel. Gerade hat sie wieder Sturm bei mir geklingelt, weil ein Schauer kam und meine Markise noch draußen war. „Das machen wir nicht. Was glaubst, du, wie viel die gekostet hat. Dann wird der Motor abgestellt.“ Mecker. Mecker.

Darauf ich: „Ist jetzt gut.“

Dann machte ich mich dran, das Treppenhaus zu putzen. Bin diese Woche dran. Da geht die Tür auf und das Geschenne geht weiter.

Leider ist mir dann der Kragen geplatzt: „Immer schreist du mich nur an, nie hast du ein nettes Wort für mich.“ – „Du schreist mich doch jetzt an.“ – „Es tut mir leid mit der Markise, ich habe gerade andere Sorgen, meine Mutter ist krank. Lass mich doch jetzt einfach die Treppe putzen. “ Sie meckert weiter. Darauf gehe ich raus vor die Tür. Einatmen. Ausatmen.

Sie glaubt einfach, sie ist der Chef. Erbärmlich. Ihr Mann hat dann ihre Wohnungstür zugemacht.

Habe das Treppenhaus noch weiter geputzt. Und mich darauf eingestellt, dass sie ihre andauernde Kündigungsandrohung jetzt wahrmachen wird. Soll sie. Habe ich inzwischen keine Angst mehr vor.