Sozialer Schmierstoff 🌋🌩

… ist zentral. Das dachte ich heute wieder, als ein Kollege total ausgerastet ist gegenüber der Schuleitung, weil diese ihm fälschlich etwas vorgeworfen hat, was man fast schon als dem Verfolgungwahn geschuldet bezeichnen kann.

Nichts wirkt so erbärmlich wie fehlende Souveränität, was hier leider auf beide Seiten zutrifft. Die Nerven lagen wohl blank.

Diese Situation wäre nie so eskaliert, wenn die beiden vorher auf Respekt und Vertrauen eine solide Basis hätten aufbauen können. Daran mangelt es bei uns zur Zeit jedoch an allen Ecken und Enden.

Ich versuche bei alledem einen kühlen Kopf zu wahren und professionell zu bleiben.

Dennoch! 🌥

Mir wurde heute nach meinem kleinen Zusammenbruch gestern mal wieder klar, dass ich eine entschiedene Vertreterin des Dennoch bin:

Ja, ich habe ein paar harte Jahre hinter mir – dennoch habe ich immer das Leben geliebt. Und wenn ich es fast vergessen hatte im dunkelsten Tal, wusste ich tief drinnen immer: das Leben ist so schön und wird es auch immer wieder werden. Auch für mich. Manchmal ist die Sonne von Wolken verdeckt, aber da ist sie trotzdem.

Eine Erkenntnis 🦉

Ich habe gestern und heute in einem Gespräch mit einer befreundeten Kollegin festgestellt, dass ich Sicherheit brauche, um mich wohlzufühlen.

Es ging darum, dass eine Kollegin Dinge (über mich und andere) an die Schulleitung weiterträgt, worüber ich mich sehr aufgeregt habe. Darauf meinte meine Freundin, sie sei halt so harmoniesüchtig und wolle sich da nicht positionieren.

Ich aber brauche Vertrauen und Sicherheit. Wenn das erschüttert ist, kann ich da keine Harmoniesoße drüberkippen.

Wie der Phoenix aus der Asche … 🌋🦅🌠

… fühle ich mich. Wie neugeboren nach diesem Wochenende. Manchmal ist es wirklich so einfach: Ein Mensch, der einem umsorgt, Tapetenwechsel, viel frische Luft. Viel Lachen mit dem Liebsten und meinen Eltern.

Mein Schatz macht aus mir einen besseren Menschen bzw. bringt meine guten Seiten zum Vorschein: Wir waren wieder viel am herrlichen Neckar spazieren, haben auf seinen Vorschlag meine Eltern besucht, die sich wahnsinnig gefreut haben und mit denen es sehr lustig war, und er hat mich ermutigt, darauf zu vertrauen, dass meine Tochter ihren Weg macht, und mich ermahnt, gut auf mich zu achten.

Der sogenannte gute Ruf

Wenn einem der eigene Ruf wichtiger ist, als das Wohlergehen der Mitmenschen und sogar der eigenen Familienmitglieder, darf man sich nicht wundern, wenn einem keiner mehr vertraut, die eigenen Kinder inklusive.

Mich schrecken solche Menschen jedenfalls total ab…

Glauben und Vertrauen

„Gott ist wie die Sonne, man kann ihn nicht immer sehen, aber er ist immer da.“

Das sagte mein Sohn in dem von den Konfirmanden gestalteten Gottesdienst letztes Jahr im April.

Daran musste ich gestern denken, als ich Tetes Beitrag über die Sonne las.

Ich finde diesen Satz von meinem Sohn sehr wahr und tröstlich.

Eines meiner anderen Lieblingszitate zu Gott ist ein jüdischer Witz:

„Mosche kommt in den Himmel und schaut sich mit Gott gemeinsam seinen Lebensweg an, der als Fußspuren im Sand erscheint. Mosche fragt Gott: ‚Und wem gehören die Fußspuren da neben mir?‘ Gott sagt: ‚Das sind meine. Ich habe dich auf deinem Lebensweg begleitet.‘ Da sagt Mosche sauer: ‚Und da, ausgerechnet in meiner schwersten Zeit, da sind nur zwei Fußstapfen. Wo warst du, als ich dich am nötigsten gebraucht hätte?!‘ Gott lächelt Mosche an: ‚Mosche, das sind meine Fußstapfen. In dieser Zeit habe ich dich getragen.'“